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Sportmedizin 14. Dezember 2009

Public Health Herausforderungen in Bezug auf Körperliche Aktivität

Körperliche Aktivität ist ein wichtiges Instrument in der Gesundheitsförderung, sowie in der Prävention von Krankheiten und zur Verhinderung von vorzeitiger Sterblichkeit. Zur Förderung von körperlicher Aktivität auf kommunaler Ebene bedarf es eines evidenzbasierten, strukturierten Ansatzes, in dem auf Basis internationaler Empfehlungen und des tatsächlichen Ausmaßs von körperlicher Aktivität in der Bevölkerung Gesundheitsziele definiert, die verfügbaren Ressourcen ermittelt und Strategien zum Erreichen der Ziele gefunden, umgesetzt und evaluiert werden. Fachgesellschaften empfehlen für Erwachsene Ausdaueraktivitäten von moderater Intensität in der Dauer von mindestens 30 Minuten an 5 Tagen der Woche oder von höherer Intensität mindestens 20 Minuten an drei Tagen in der Woche auszuüben. Zusätzlich wird Krafttraining, zwei Mal wöchentlich empfohlen. Bei älteren Personen wird auf die Wichtigkeit von Kraft- und Gleichgewichtstraining hingewiesen. Kinder und Jugendliche sollten mindestens eine Stunde am Tag körperlich aktiv sein. Ob dieses empfohlene Bewegungsausmaß in der Österreichischen Bevölkerung Realität ist, ist aufgrund der verfügbaren Daten nur unscharf verifizierbar, generell dürften sich die Österreicherinnen und Österreicher im Schnitt jedoch zu wenig bewegen. Auf Basis internationaler Empfehlungen sollten in Österreich Verhältnisse geschaffen werden, die den Zugang zu mehr und gesundheitsfördernd wirksamer körperlicher Aktivität ermöglichen, insbesondere bei Personen, die am meisten davon profitieren würden, nämlich Personen mit sehr bewegungsarmem Lebensstil, Personen mit hohem kardiovaskulären Risiko, Personen in niedrigen sozioökonomischen Verhältnissen und ältere Personen.

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