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Sportmedizin 29. Oktober 2009

Sport- und Wettkampftauglichkeitsuntersuchungen im Kindes- und Jugendalter

Kinder, die in Vereinen Wettkämpfe bestreiten, sollten ab dem 8. Lebensjahr (LJ), spätestens aber ab dem 10. LJ eine sportmedizinische Wettkampftauglichkeitsuntersuchung erhalten. Diese Untersuchung sollte neben der Familien-, der allgemeinen und der Trainingsanamnese die klinische, pädiatrische Untersuchung sowie die Untersuchung des Halte-, Stütz- und Bewegungsapparates beinhalten. Um angeborene Risikofaktoren auszuschließen, muss obligat die Durchführung eines Ruhe-EKG´s gefordert werden. Eine Sportmedizinische Untersuchung muss zumindest einmalig durchgeführt werden. Um interkurrente pädiatrische Probleme (Wachstumsschübe, Infektionen, Verletzungen, Überlastungsschäden), pathologische Anpassungsprobleme des Herz- Kreislaufsystems erfassen zu können, sollten diese Untersuchungen optimalerweise ein Mal pro Jahr durchgeführt werden.

Wenn der Trainingsumfang die wöchentliche Nettotrainingszeit von fünf Stunden überschreitet, sind auch bei Kindern Herz-Kreislaufadaptationen (Sportherz) zu erwarten. Daher ist es sinnvoll, bei diesem Trainingsumfang positive Adaptationsvorgänge, aber auch negative wie Übertraining und Überlastungsschäden zu erfassen und zu dokumentieren. Logische Konsequenz ist, dass für die medizinische Trainingsberatung eine leistungsmedizinische Untersuchung in Form einer Ergometrie indiziert ist und durchgeführt wird. Um die Auswirkungen der Trainings- und Wettkampfbelastung auf den Organismus zu erfassen und trainingstherapeutische Maßnahmen für eine optimale Leistungsentwicklung zu treffen, sind dafür zumindest zwei Mal jährliche Untersuchungen sinnvoll.

Univ. Prof. Dr. Peter Schober, Dr. Jana Windhaber, Dr. Holger Förster, Sport- und Präventivmedizin 3/2009

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