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Sportmedizin 29. Oktober 2009

Kardiale Zwischenfälle im Sport

Kardiale Zwischenfälle im Sport sind selten, verlaufen gelegentlich aber tödlich. Auslösend sind meist ventrikuläre Arrhythmien. Sie beruhen bei jüngeren Sportlern entweder auf angeborenen strukturellen Herzerkrankungen oder genetisch bedingten Veränderungen im Reizbildungs- oder Reizleitungssystem. Aktuell kommt den kardialen Ionenkanalerkrankungen größere Bedeutung zu. Bei über 35-jährigen Sporttreibenden steht die koronare Herzkrankheit als Ursache von Zwischenfällen im Vordergrund. Eine sorgfältige sportärztliche Vorsorgeuntersuchung vermag eine Gefährdung zu erkennen, die Anamnese hat dabei einen hohen Stellenwert, ein Ruhe-EKG gehört obligat dazu. Bei verdächtigen Befunden sind weiterführende Untersuchungen nach klinischen Leitlinien erforderlich. Automatische Defibrillatoren (AED) in allen größeren Stadien für Sportler und Zuschauer helfen, die tödlichen Komplikationen zu vermeiden oder zu vermindern. Zunehmend wird diskutiert, ob Genanalysen zur Vermeidung hilfreich sind. Es fehlen derzeit noch größere prospektive Untersuchungen zur Erfassung von Zwischenfällen und Erkennung von gefährdeten Breitensportlern.

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