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Sportmedizin 21. September 2009

Bewegungstherapie bei Hypertonie

Bewegungstraining wird seit über 20 Jahren als wirksames Instrument bei der Behandlung der Hypertonie angewendet. Anfänglich wurde fast ausschließlich aerobes Ausdauertraining angewandt, in der Zwischenzeit konnte gezeigt werden, dass auch Krafttraining, eine Senkung des Blutdrucks bei hypertensiven Patienten bewirkt. Trotz der gut dokumentierten Wirkungen ist die Akzeptanz des Einsatzes der Bewegungstherapie zur Behandlung der Hypertonie in der täglichen medizinischen Routine unter anderem aus folgenden Gründen noch immer zurückhaltend:
Jede einzelne Übungseinheit kann für einen herzkranken Patienten potenziell schädlich sein. Intensive Belastung kann z.B. zur Dekompensation einer Herzinsuffizienz führen. Diese fatalen Folgen können während oder unmittelbar nach der Trainingstherapie auftreten. Daher wird eine Bewegungstherapie oft mit zu geringer Intensität verordnet.

Es gibt bis jetzt nur wenige Kenntnisse über die pathophysiologischen Mechanismen der Trainingseffekte; wie funktioniert Training als therapeutisches Instrument bei Hypertonie? Es gibt nur wenige Informationen über wirksame Dauer, Intensität und Frequenz des Trainings.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass mehr Forschung für das Verständnis der Mechanismen der Bewegungstherapie in der Hypertonie und zur Bestimmung der optimalen individuellen Trainingsintensität zur Erlangung optimaler therapeutischer Ergebnisse notwendig ist.

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