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Radiologie 28. November 2007

Beste Ergebnisse mit MRT

Mittels Magnetresonanz Tomographie (MRT) kann die Brustkrebs-Früherkennung für Hochrisikopatientinnen im Vergleich zur Mammographie signifikant verbessert werden. Das zeigt eine neue Studie der MedUni Wien (Clin Cancer Res 2007 Oct 15;13(20):6144-52). Mit den Resultaten einer nationalen Screeningstudie an Patientinnen mit erhöhtem Risiko für Brustkrebs zeigt die Forschergruppe um Univ. Prof. Dr. Thomas Helbich an der Universitätsklinik für Radiodiagnostik der MedUni Wien auf, dass MRT die Erkennung von signifikant mehr invasiven Mammakarzinomen ermöglicht als konventionelle Methoden wie Mammographie und Ultraschall. Darüber hinaus zeigt die Studie erstmals, dass mittels MRT bei den betroffenen Patientinnen auch signifikant häufiger präinvasive Karzinome und Vorstadien des Mammakarzinoms entdeckt werden können. „Es ist das Ziel eines jeden Screeningprogrammes, gerade solche Früh- und Vorstadien von Karzinomen zu entdecken, da hierdurch ein Fortschreiten der Krankheit weitgehend ausgeschlossen und die Patientin mit großer Wahrscheinlichkeit geheilt werden kann“, so Dr. Christopher Riedl, der Erstautor der Studie, in einer Presseaussendung der Universität.
Das Mammakarzinom ist mit einem Anteil von rund 25% der auftretenden Krebsfälle die häufigste bösartige Krebsform bei Frauen. Genetische Faktoren spielen vor allem bei früh auftretendem Brustkrebs eine wichtige Rolle. Für Frauen mit einer bestimmten Genmutation liegt das Risiko, bis zu ihrem 70. Lebensjahr an Brustkrebs zu erkranken, bei bis zu 80 Prozent. Für diese Hochrisikogruppe werden bereits ab dem Alter von 25 Jahren regelmäßige Untersuchungen empfohlen. Riedl: „Es ist davon auszugehen, dass durch einen verstärkten Einsatz der MRT für regelmäßige Screenings bei Hochrisikopatientinnen die Heilungserfolge von Brustkrebs deutlich verbessert werden könnten.“

 MRT
Mit Magnetresonanz-Tomographie erfolgreich in der Vorsorge.

Foto: Siemens AG, 2006

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