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Radiologie 9. Jänner 2006

Institute mit neuer Top-Ausstattung

Dank modernster Technologie können auch Institute für bildgebende Diagnostik ihren Patienten weniger belastende Untersuchungen und wesentlich verkürzte Untersuchungszeiten bieten. Vor allem für Computer- und Magnetresonanz-Tomographie hat sich in den letzten Jahren das Einsatzspektrum in vielen Bereichen enorm ausgeweitet.

In Wien und St. Pölten haben zwei Institute für bildgebende Diagnostik in den letzten Monaten technisch aufgerüstet: Das Diagnose-Zentrum Urania (DZU) im 1. Bezirk in Wien und das Institut Frühwald/Steiner/Obermayer in St. Pölten. High-tech in Kombination mit umfassendem Patientenservice zeichnen das Angebot der beiden Zentren aus.

Diagnose Zentrum Urania an neuem Standort

Mitte November gab es die offizielle Neueröffnung des Diagnose Zentrum Urania in der Wiener Innenstadt. Anlass dafür war die Verlegung des Standortes innerhalb des Bezirkes mit einer Erweiterung des Angebotes, unter anderen wurde ein 3-Tesla-Magnetresonanzgerät in Betrieb genommen. Die Gründer des „neuen“ DZU (www.dzu.at) sind Prof. Dr. Peter Riedl, Doz. Dr. Lucas Prayer, OA Dr. Wolfgang Drahanowsky und Doz. Dr. Peter Barton. Angenehme Atmosphäre trotz Sachlichkeit galten schon am alten Standort als Maxime des Instituts. In den neuen Räumlichkeiten wird sowohl Kassen- als auch Privatpatienten modernes Ambiente und exakte Befundung gepaart mit medizinischer High-tech-Diagnostik geboten. Als erstes Institut in Österreich bietet das DZU die Neuheit 3-Tesla-Magnetresonanz von Philips an. Durch die doppelt so hohe magnetische Feldstärke wird mit 3 Tesla detailgetreue Diagnostik ermöglicht. Die verbesserte Signalausbeute maximiert die Untersuchung und wird zur Früherkennung eingesetzt. Außerdem ist die Untersuchungsdauer wesentlich kürzer als bisher. Die helle moderne wohldurchdachte Innengestaltung des 2.500 Quadratmeter großen Diagnosezentrums sorgt für eine angenehme Atmosphäre. Ein ausgeklügeltes Farbleitsystem erleichtert den Patienten die Orientierung. Das erfahrene Ärzteteam legt Wert auf den Dialog mit den Patienten, aber auch den fachlichen Meinungsaustausch zwischen den Ärzten. Das Leistungsspektrum umfasst unter anderem Hochfeld-MR, Multislice-CT, MR zur virtuellen Colonoskopie, MR-Angiographie, MR-Mammographie, fetale MR, Ultraschall und digitales Röntgen. Insgesamt sind im DZU elf Fachärzte tätig, von denen sechs jeweils gleichzeitig anwesend sind. Speziell geschultes Personal sorgt für zuverlässige Qualität in allen Bereichen. Für Röntgen und Ultraschall sind beim DZU keine Terminvereinbarungen notwendig. CT-Termine sind innerhalb von zwei bis drei Tagen möglich, Akuttermine für CT und MR werden jederzeit vergeben. Bei MR-Untersuchungen ist mit einem Vorlauf von einer Woche zu rechnen. Als spezielles Service wird Sofortbefundung angeboten, außer bei MR-Diagnostik. In Akutsituationen oder bei Klienten aus den Bundesländern werden die Befunde umgehend mitgeteilt. Bei der Mammographie ist Doppelbefundung obligat.

40-Zeilen-CT in St. Pölten

Im Institut Frühwald/Steiner/Obermayer in St. Pölten ist seit kurzem ein 40-Zeilen-Computertomograph von Philips in der klinischen Routine im Betrieb. Für Doz. Dr. Franz Frühwald, Gründer des Instituts im Jahr 1989, und sein Team bringt der 40-Zeiler eine Fülle von neuen Möglichkeiten: „Die Auflösung des Geräts ist wesentlich besser, das Untersuchungstempo dramatisch schneller als beim vorherigen, die Strahlendosis erheblich abgesenkt und auch der Verbrauch an Kontrastmittel deutlich reduziert durch den Einsatz von computergesteuerten Motorspritzen.“ Pro Tag können nunmehr 40 bis 45 Patienten untersucht werden, die von den Vorteilen des modernen Systems profitieren. Sie müssen nur wenige Sekunden ruhig liegen, es ist kein langes Atem-Anhalten mehr erforderlich und Wartezeiten im CT-Bereich bestehen praktisch nicht mehr.„Nicht invasive bzw. wenig invasive Methoden bekommen in der Medizin mit der Zeit immer den Vorzug”, begründet Frühwald die Investition. Die große Stärke des neuen 40-Zeilen-CT ist die Darstellung der Herzkranzgefäße. Hier will Frühwald mit seinem Haus als „Cardio-Center“, das Doz. Dr. Klaus Hergan von radiologischer Seite betreut, einen Schwerpunkt setzen. Als Kardiologe steht ihm bei der Befundung Doz. Dr. Sebastian Globits zur Seite, und Doz. Dr. Erich Steiner obliegt die ärztliche Leitung des Instituts.„Mit diesem Gerät wird es möglich, die Herzkranzgefäße in verlässlicher Qualität darzustellen, ohne eine Herzkatheteruntersuchung durchführen zu müssen“, betont Hergan. „Aber auch alle anderen Gefäßgebiete des Körpers sind mittels CT-Angiographie untersuchbar, insbesondere dann, wenn eine MRT-Untersuchung nicht möglich ist.“ Zum Gerätepark des Instituts Frühwald/Steiner/Obermayer gehören unter anderen der österreichweit einzige PET-Scanner im niedergelassenen Bereich und der ebenfalls neu in Betrieb genommene 1,5-Tesla Magnet-Resonanz-Tomograph. „Das Interesse der Patienten ist enorm, auch an den Möglichkeiten der Vorsorgeuntersuchungen, die mit dieser Technologie möglich sind”, so Frühwald. Privatleistungen sind derzeit noch die virtuelle Endoskopie des Dickdarms und die Koronarangiographie mittels CT, alle übrigen Untersuchungen werden von den Kassen erstattet. Das St. Pöltner Institut ist auch für den Datenaustausch mit den anderen Einrichtungen des Gesundheitssystems gerüstet. Um diese Option zu nutzen, fehlen dereit allerdings noch die Voraussetzungen auf der anderen Seite.

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