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Radiologie 30. März 2006

Therapie mit Bildkontrolle

Sie liefern nicht nur Bilder zur diagnostischen Abklärung, sondern legen auch selbst Hand an den Patienten. Die "Interventionellen Radiologen" gelten heute selbst innerhalb der Fachgruppe als Spezialisten. Bei der Österreichischen Ärztekammer wurde von der Österreichischen Gesellschaft für Radiologie gemeinsam mit der Fachgruppe bereits ein Antrag auf Genehmigung als Subspezialisierung mit einer zweijährigen Diplom-Ausbildungszeit eingereicht.

Was will und kann die "Interventionelle Radiologie"? Allein an der Abteilung im Wiener AKH werden jedes Jahr über 3.000 interventionelle Eingriffe vorgenommen und z.B. 60 bis 80 Aortenaneurysmen in Kooperationen mit den Abteilungen für Herz- und Gefäßchirurgie endovaskulär behandelt. Darüber hinaus erlaubt die enge interdisziplinäre Kooperation, z.B. mit Abteilungen für Angiologie, Onkologie, Gastroenterologie und Chirurgie, die Entwicklung immer neuer Methoden der minimal invasiven Therapie.

"Interventionelle Radiologie bedeutet, dass minimal invasive chirurgische Eingriffe unter Bildkontrolle durchgeführt werden", definiert Prof. Dr. Johannes Lammer, Abteilung für Interventionelle Radiologie, AKH Wien, das Aufgabengebiet dieser jungen Fachdisziplin. Das diagnostisch-therapeutische Angebot soll unter anderem Patienten mit Herz-Kreislauf- und Tumorerkrankungen, aber auch mit chronischen Schmerzzuständen zugute kommen.

Kompetenzzentren sind mittlerweile nicht mehr nur an Unikliniken, sondern auch in Peripheriespitälern eingerichtet. 

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