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© Dieter Pfenningwerth / RUB-Klinikum Berg
CT: Keine lange Röhre, kein Lärm, trotzdem für viele beängstigend.
 
Radiologie 24. Februar 2015

CT macht so viel Angst wie OP

Moderne Computertomografen arbeiten rasch und geräuschlos. Trotzdem ruft eine bevorstehende Untersuchung bei vielen Patienten ebenso große Angst hervor wie eine geplante Operation oder die wesentlich längere und lautere MRT-Untersuchung.

852 Patienten wurden unmittelbar vor einer CT-Untersuchung zum Thema „Angst“ befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass das durchschnittliche Angstniveau der Studiengruppe dem vor einer MRT bzw. vor einer geplanten Operation entsprach. Dabei hatten Frauen wesentlich größere Angst als Männer, das Alter hatte keinen Einfluss auf das Angstausmaß.

Patienten, die erstmalig eine CT-Untersuchung erhielten, waren deutlich ängstlicher als solche, die bereits mit der Methode vertraut waren. Zudem zeigten Patienten, die sich über die CT-Untersuchung gut informiert fühlten, signifikant weniger Angst als Patienten, die im Vorfeld weniger Informationen erhalten hatten. Besonders groß war die Angst bei denjenigen Patienten, bei denen eine Tumorerkrankung bekannt war oder bei denen eine Untersuchung des Kopfes bzw. des Körperstamms vorgesehen war. Als weitere angstauslösende Faktoren identifizierten die Forscher die Sorge um das Untersuchungsergebnis, die intravenöse Gabe von Kontrastmittel, die Enge im Gerät, und die angewandte Röntgenstrahlung.

„Um die Akzeptanz der CT aufseiten der Patienten zu verbessern, erscheint es insbesondere bei Erstuntersuchungen sinnvoll, sich des Phänomens bewusst zu werden und es schon im ärztlichen Aufklärungsgespräch anzusprechen“, appelliert Studienleiter Christoph Heyer an seine Fachkollegen.

Heyer CM et al.: Anxiety of patients undergoing CT imaging– an underestimated problem?; Acad Radiol 2015; 22 (1): 105–12

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