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Radiologie 29. März 2006

Experten mit Visionen

Von der gezielten Diagnostik zur Früherkennung von Krankheiten. Diesen Bogen spannte eindrucksvoll der Europäische Radiologen-Kongress 2004 in Wien. Oberstes Gebot bleibt dabei der optimale Strahlenschutz für Behandler und Patienten.

Röntgen, Computer- und Magnet-resonanz-Tomographie, Ultraschall & Co. Welches dieser bildgebenden Verfahren ist für eine konkrete diagnostische Fragestellung am besten geeignet? Diese Themen standen – wie jedes Jahr – im Vordergrund des Europäischen Radiologen-Kongresses (ECR) Anfang März im Austria Center Vienna, bei dem auch zahlreiche österreichische Ärzte ihre Arbeiten präsentierten.
Innovationen bei den bildgebenden Verfahren sind nicht das Problem dieses Faches. Die Radiologie kann wesentlich mehr, als sie am Patienten einsetzen darf. Screening-Programme stehen ebenso zur Diskussion wie neue Optionen zur Früherkennung von Krankheiten. Die Grenzen zieht die finanzielle Potenz der Gesundheitssysteme.
Doch die Radiologen zeigen, dass sie sich auch dem Ruf der Ökonomie verpflichtet fühlen. Ein Beispiel dafür ist das Teleradiologie-Projekt EURad (Seite 44), an dem auch die Wiener Universitätsklinik beteiligt ist. Die überregionale Zusammenarbeit kann beispielsweise lange Wartezeiten, wie sie in Großbritannien gang und gäbe sind, verkürzen. Bei komplizierten Fällen kann kurzfristig die Meinung von Experten in anderen Ländern eingeholt werden. Radiologen aus ganz Europa boten beim ECR in Wien eine Übersicht der aktuellen Entwicklungen. Über einige davon berichtet NETWORK RADIOLOGIE in dieser Ausgabe. Besondere Extras der diesjährigen Tagung waren zwei Ausstellungen: eine über „Verbrechensbekämpfung mit Röntgenstrahlung“ (Seite 55) und Radiographien der italienischen Künstlerin Benedetta Bonichi (siehe Abbildungen oben). Erfreulich aus Sicht des Tourismus: Wien bleibt den europäischen Radiologen als Kongressstadt noch bis 2009 erhalten.

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Herbert Hauser, Ärzte Woche 41/2001

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