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Radiologie 30. Juni 2005

Linz: Erster PET-CT-Scanner ist in Betrieb

Als erste Klinik Österreichs hat das PET-Zentrum Linz an der Abteilung für Nuklearmedizin und Endokrinologie am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern seit Anfang dieses Jahres einen Scanner, der Positronenemissions- und Computertomograpie kombiniert (PET-CT), zur Verfügung.

Das neue Gerät ermöglicht eine verbesserte Diagnostik von Tumoren, Herzinfarkten und Hirnerkrankungen. Der Discovery LS von General Electric Systems (www.gemedical.com) ermöglicht mit nur einer Untersuchung zwei Befunde: Das CT liefert die exakte Lokalisation und Ausdehnung des Tumors, das PET die dazu gehörige Information über Stoffwechselvorgänge und damit einen raschen Überblick über das Ausmaß der Metastasierung. Zudem verkürzt sich die Untersuchungszeit um bis zu 50 Prozent, so dass Patienten zermürbende Wartezeiten bis zur klärenden Diagnose erspart bleiben.
Doz. Dr. Werner Langsteger, Leiter des Zentrums: "Bei den mehr als 100 Krebspatienten, die bis jetzt an diesem Tumorzentrum in Linz mit dem Discovery LS System gescannt wurden, konnten wir Tumore im Körper um 60 Prozent besser lokalisieren. Gleichzeitig hat sich unser Vertrauen in die Diagnose des
Läsionstyps um 40 Prozent erhöht. Insgesamt haben die vom Discovery LS System erzeugten Bilder den kompletten Behandlungsverlauf in jedem dritten Fall verbessert.?br> Für Strahlentherapie-Patienten bringt diese Technologie ebenfalls eine weitere wichtige Neuerung: Die Einbeziehung der PET-CT-Daten in die Planung der Bestrahlungstherapie erlaubt dem Radioonkologen eine noch genauere Anpassung der optimalen Strahlendosis. Dies ist insbesondere für Kopf- oder Halstumore von wesentlicher Bedeutung. Bei maximaler Schonung des gesunden umgebenden Gewebes können Metastasen intensiver bestrahlt werden. Bestrahlungstherapien werden somit noch effizienter und lindern nicht nur Krankheitsbeschwerden, sondern wirken auch heilend.
Die Anbindung an die bestehenden Bestrahlungseinheiten an der Radioonkologischen Abteilung der Barmherzigen Schwestern war sofort möglich. Spätestens ab Mitte 2003 wird die Bilddatenübertragung
vollautomatisch erfolgen.

MSW,,Prim. Doz. Dr. Werner Langsteger, Ärzte Woche 23/2002

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