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Radiologie 30. Juni 2005

Kontrast noch stärker, Auflösung noch höher

Hochfeld MR-Systeme, insbesondere 3-Tesla MRT, stehen seit kurzem als klinische Geräte von mehreren Firmen zur Verfügung, wobei sich diese klinischen 3-Tesla-Geräte weder in der Bauart noch in der Benutzeroberfläche von den Standard 1,5-Tesla-Geräten unterscheiden. Dies erlaubt den Einsatz in der klinischen Routinediagnostik mit allen Vorteilen, die das höhere Feld, insbesondere durch das verbesserte Signal-zu-Rausch-Verhältnis (in der Regel Faktor 2 gegenüber dem 1,5 Tesla-Gerät), ermöglicht.
Dies bedeutet, dass die Untersuchungsprotokolle der 1,5-Tesla-Geräte im Prinzip auf ein 3,0-Tesla-Gerät übertragen werden können. Es müssten jedoch geringgradige Modifikationen vorgenommen werden, die insbesondere die T1-Relaxationszeiten, die auf 3-Tesla länger sind, berücksichtigen.
In der Time-of-flight (TOF) MR-Angiographie führt diese verlängerte T1-Relaxationszeit des Hintergrundgewebes und die nahezu konstante T1-Relaxationszeit des Blutes zu einer Verbesserung des Blut-zum-Hintergrund-Kontrastes. Dies wird in der TOF MR-Angiographie möglich, weil die kurze Repetitionszeit (TR) das stationäre Hintergrundgewebe, aber nicht das fließende Blut absättigt. Das zusätzlich bessere Signal-zu-Rausch-Verhältnis auf 3-Tesla erlaubt eine höhere Auflösung in der Bildgebung und somit eine hochauflösende Gefäßdarstellung.
Auch die Kontrastmittel(KM)-verstärkte MR-Angiographie profitiert von der Bildgebung auf dem höheren Feld: Während die Relaxivität der meisten KM im Wesentlichen unverändert bleibt, führt die T1-Verkürzung des KM-verstärkten Blutes, gekoppelt mit der T1-Verlängerung, aufgrund der höheren Feldstärke des Hintergrundgewebes zu einem verbesserten Blut-zum-Hintergrund-Kontrast gegenüber 1,5-Tesla. Die KM-verstärkte MR-Angiographie profitiert ebenfalls vom verbesserten Signal-zu-Rausch-Verhältnis auf 3-Tesla und erlaubt somit eine höhere örtliche Auflösung.
Zusammenfassend sind durch die klinische Anwendung von MR-Tomographen mit 3 Tesla Feldstärke kontraststärkere und höher aufgelöste MR-Angiogramme sowohl nativ als auch in der KM-verstärkten Technik im Vergleich zu 1,5 Tesla bei gleicher Untersuchungszeit zu erwarten.

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Kärntner Radiologie Symposium 2003

Aktuelle "Onkologische Radiologie II"

Diagnostik und Früherkennung, Staging und Follow up, Palliation und Therapie maligner Erkrankungen im HNO- und MKG-Bereich und des Gas-trointestinaltraktes des Erwachsenen und im Kindesalter

24. - 26. April 2003
Casineum/Casino Velden - Velden am Wörthersee
Leitung /Veranstalter: em. Prim. Dr. Helge Haselbach
Sekretariat/Auskunft: Frau Heidi Lubitsch, Röntgendiagnostisches Zentralinstitut, LKH Klagenfurt, St. Veiter Str. 47, A-9026 Klagenfurt
Tel.: 0463/538/24703
Fax: 0463/538/23185
E-Mail:

Zweite von drei geplanten Veranstaltungen mit den Schwerpunkten allgemein onkologische Themen, maligne Erkrankungen und Tumore im HNO- und MKG-Bereich, des Gastrointestinaltraktes, besonders des kolorektalen Karzinoms, Tumorgefäße und Gefäßtumore, maligne Lymphome und Metastasendiagnostik.

Prof. Dr. Siegfried Trattnig, Ärzte Woche 2/2001

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