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Doz. Dr.Paul WEXBERG, KA Rudolfstiftung
 
Radiologie 12. März 2014

Kardiale Schnittbildtechniken und Methoden der Funktionsdiagnostik gewinnen an Bedeutung

Arbeitsgruppe 07 stellt sich vor

Die Arbeitsgruppe für Kardiologische Magnetresonanz (CMR), Computertomografie (CT) und Nuklearmedizin deckt wissenschaftlich, klinisch und ausbildend das Feld der nicht-invasiven Herzdiagnostik in den Grenzbereichen zu den Partnerfächern Radiologie und Nuklearmedizin ab. Hier hat die kardiale Schnittbildgebung einen enormen Bedeutungszuwachs erfahren. Neben der klassischen nuklearmedizinischen Funktions- und Ischämiediagnostik (Thallium- und Technetiumszintigrafie mit und ohne Persantin- oder Dobutaminbelastung, Radionuklidventrikulografie) ist PET zwar nach wie vor ein Nischenverfahren, das aber insbesondere für Vitalitätsdiagnostik und wissenschaftliche Fragestellungen eine bedeutende Rolle spielt.

MR und CT konnten durch verbesserte Technologien in den letzten Jahren eine weite Verbreitung erlangen: Die CMR findet sowohl in der KHK-Diagnostik (Narbenausmaß, Stress- und Perfusionsuntersuchung) als auch in der Abklärung nicht-ischämischer Cardiomyopathien Anwendung, während das Coronar-CT bei Fällen niedriger bis niedrig-intermediärer Vortestwahrscheinlichkeit mit hoher Sensitivität eine ausgezeichnete Detektion von Koronarstenosen ermöglicht.

Angesichts des breiten Einsatzes müssen Indikationen und Ausbildung wohl strukturiert werden. Hier hat unsere Arbeitsgruppe bereits in der Frühzeit der damals neuen Verfahren mit Positionspapieren für ein klares Reglement gesorgt. In den letzten Jahren ging es mit zunehmender Konsolidierung vor allem um die Ausbildung im Rahmen des Zusatzfaches Kardiologie sowie der vertiefenden Spezialisierungen.

Diesbezüglich gelang uns Ende 2013 ein wichtiger Schritt: Wir haben in der Wiener klinischen Wochenschrift (WiKliWo 23-24/13; Focus Cardiology) den „Ausbildungskatalog für kardiale Schnittbildverfahren im Rahmen des Additivfaches Kardiologie - Empfehlungen der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft“ veröffentlicht. Darin wurden die Empfehlungen der Working Group on CMR der European Society of Cardiology (ESC) an österreichische Bedingungen angepasst. Die Publikation bildet einerseits für die in Ausbildung befindlichen Ärztinnen und Ärzte eine wichtige Orientierungshilfe und schafft andererseits für die Befundenden eine inhaltliche Dokumentation der Kenntnisse zur eigenen Positionierung.

Die wissenschaftliche Tätigkeit unserer Arbeitsgruppe wird durch verschiedene Aktivitäten dokumentiert. Neben zahlreichen Publikationen in internationalen Top-Zeitschriften seien hier vor allem eigene Sitzungen bei großen internationalen Kongressen (z. B. beim EuroCMR 2012) und die Verleihung von ÖKG-Stipendien an Mitglieder unserer Arbeitsgruppe angeführt. Weiters sind zahlreiche Mitgliederzentren in die Durchführung internationaler Studien involviert; das LKH Tulln nimmt außerdem am Europäischen CMR-Register teil. Themenbezogen bestehen enge Kooperationen und Synergien mit anderen Arbeitsgruppen der ÖKG (Intervention, Echo, kardio-pulmonaler Arbeitskreis, etc.).

Auch beim diesjährigen EuroCMR, der im Mai in Wien stattfindet, wird unserer Arbeitsgruppe wieder aktiv vertreten sein.

AG-Leiter: Priv.-Doz. Dr.Paul WEXBERG

Mail:

Stv. Leiterin:

Univ.-Prof. Dr. Julia MASCHERBAUER

Mail:

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