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Radiologie 1. Dezember 2006

Einfluss der Ultraschalluntersuchung auf die klinische Diagnose der akuten Appendizitis bei Erwachse

GRUNDLAGEN: Die Entscheidung für eine Operation bei Verdacht auf Appendizitis basiert auf der typischen Anamnese und dem klinischen Befund. Ziel unsere Analyse war, die Verbesserung der Diagnosesicherheit mit Hilfe der Ultraschalluntersuchung zu überprüfen. METHODIK: Bei 300 Patienten mit Verdacht auf Appendizitis wurde neben der klinischen Untersuchung auch die Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Die Sensitivität, Spezifität, Genauigkeit, positiver und negativer prädiktiver Wert von Ultraschalluntersuchung und die Rate von negativer Laparotomie wurden berechnet. Die Erfahrungen der verschidenen Untersuchern und Wirksamkeit von verschiedenen Schallkopfen wurden verglichen. ERGEBNISSE: Die Sensitivität war 91,0%, Spezifität 95,9%, negativer prädiktiver Wert 90,8%, positiver prädiktiver Wert 95,9% und Genauigkeit 93,3%. Die Rate der unnötigen Appendektomien für die gesamte Serie war 4,8%. Die Erfahrung des Untersuchers hatte einen signifikanten Einfluss auf Untersuchungsergebnis. In 23,8% konnte der entzündete Appendix nicht mit dem hochfrequenten linearen Schallkopf dargestellt werden, während in 9,5% beide Schallköpfe gleichermaßen wirksam waren. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Ultraschalluntersuchung ist ein hoch genaues diagnostisches Verfahren in der Auswertung der akuter Appendizitis, wenn sie von einem erfahrenen Untersucher unter Anwendung von verschiedenen Schallköpfen durchgeführt wird. Wenn sie routinemäßig eingesetzt wird, kann eine sehr niedrige Rate von negativen Laparotomien erreicht werden.

D. Vidmar, M. Omejc, A. Cerar, J. Mekicar, S. Repse, European Surgery

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