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Radiologie 18. März 2013

Strahlenbelastung

Patienten sollten über die Risiken radiologischer Untersuchungen informiert sein.

Studien belegen eine Zunahme der Strahlenbelastung durch bildgebende Methoden. Parallel dazu steigt die Verunsicherung der Patienten. Eine deutliche Verbesserung der Kommunikation dieser Risiken an die Patienten forderten Experten am 25. Europäischen Radiologenkongress (ECR), der vom 7. bis 11. März 2013 im Austria Center in Wien stattfand.

Bildgebende Methoden sind heute aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken. Nahezu alle radiologischen Methoden – Sonographie und Magnetresonanztomographie ausgenommen – gehen mit einer Belastung der Patienten durch ionisierende Strahlung einher. Aufgabe der Radiologen ist es, diese Belastung genau abzuwägen und den Nutzen der Untersuchung gegen ein mögliches, damit verbundenes Risiko genau abzuwägen. Ebenso wird darauf geachtet, bei jeder Untersuchung immer nur die mögliche Mindestdosis zu verwenden, um ein noch diagnostizierbares Ergebnis zu erhalten. In Österreich ist die „Anwendung ionisierender Strahlung am Menschen in der Medizin“ durch die aktuelle medizinische Strahlenschutzverordnung geregelt, wobei der „Rechtfertigung“ (Strahlenexposition muss einen Nutzen erbringen), der „Optimierung“ (Dosis so niedrig wie möglich) und der „Verantwortung“ (sowohl die überweisende Person als auch die durchführende Fachkraft überprüfen die „Rechtfertigung“) entscheidende Bedeutung zukommen.

Obwohl diese Risiken den Radiologen bewusst sind, besteht für Prof. Dr. Madan Rehani, Direktor für Strahlenschutzagenden der European Society of Radiology, die Notwendigkeit einer verbesserten Information von Patienten über diese Risiken, nicht zuletzt, um das Vertrauensverhältnis gegenüber dem medizinischen Personal nicht zu gefährden. Für ihn besteht die Aufgabe des Radiologen darin, die Informationsquelle Nummer eins für den Patienten zu sein und diesem seine Sorgen zu nehmen – und dies in einer überzeugenden und kompetenten Art, welche das Vertrauen zwischen Arzt und Patient stärkt. Dies sieht er als Bringschuld aufseiten der Radiologen, da effiziente und für die Patienten zufriedenstellende Kommunikation nur auf Basis von korrekter und verständlicher Information stattfinden kann. „Alles andere führt nur zu verunsicherten Patienten und zu unberechtigten Ängsten, wenn eigentlich gar kein Grund zur Sorge besteht. Voraussetzung hierfür sind Trainings und Weiterbildung sowie eine engere Zusammenarbeit mit den überweisenden Ärzten, welche bereits eine entscheidende Vorarbeit zur Aufklärung leisten können.“

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