zur Navigation zum Inhalt
Foto: University Hospital Malmö, Copyright Siemens AG 2010
Abb. 1: 2.8 cm großes duktales Mammakarzinom, Grad 3, nicht erkannt durch 2D-Mammographie.
Foto: University Hospital Malmö, Copyright Siemens AG 2010

Abb. 2: 2.8 cm großes duktales Mammakarzinom, Grad 3, jedoch erkannt durch 3D-Tomosynthese.

Foto: Siemens Healthcare

Abb. 3: Mammographie-Gerät „MAMMOMAT Inspiration“ von Siemens Healthcare.

 
Radiologie 29. November 2011

Digitale Mammografie

Neue technische Geräte helfen bei der Früherkennung.

Alternative zu herkömmlichen Verfahren: Das Tomosynthese-Gerät erzeugt mittels Schichtaufnahmen aus unterschiedlichen Winkeln ein dreidimensionales Bild der Brust.

 

Als primäres diagnostisches Verfahren bei der Brustkrebsvorsorge gilt die Mammografie, wobei unter leichter Kompression mit Hilfe von Röntgenstrahlen das Brustgewebe untersucht wird. Zusätzliche Verfahren sind die Sonografie, bei der die Brust im Liegen durch Schallwellen untersucht wird, und die Magnetresonanztomografie.

Im Brustgesundheitszentrum der Medizinischen Universität Wien wird auch mit einem Tomosynthese-Gerät gearbeitet und auf dem Gebiet der molekularen Bildgebung geforscht. Prof. Thomas Helbich, stellvertretender Direktor der Universitätsklinik für Radiodiagnostik am AKH Wien, leitet dieses Zentrum.

Das Tomosynthese-Gerät, welches viele Schnittbilder des Körperinneren herstellt, funktioniert wie ein Computertomograph. Zusätzlich werden die Bilder aus verschiedenen Winkeln aufgenommen und mithilfe einer speziellen Software zu verschiedenen Schichtbildern verarbeitet.

Einer der wesentlichen Vorteile von DBT besteht darin, dass Läsionen nicht mehr durch überlagernde Gewebeteile verdeckt werden und dadurch die Befundungsqualität, insbesondere bei dichten Brüsten, gesteigert werden kann.

Im Vergleich zur Mammographie zeigt die Tomosynthese als Schnittbildverfahren dreidimensionale Bilder und erlaubt dadurch, Brusttumore und Mikroverkalkungen besser zu erkennen, die ersten Ergebnisse sind vielversprechend.

Prof. Dr. Thomas Helbich wird am Kongress „Menopause – Andropause – Anti-Aging“ am 10. Dezember über die neuen Wege der digitalen Mammographie berichten. Das genaue Programm steht auf der Kongresswebsite zur Verfügung. 

 

Quellen: MedUni Wien, ESR/ECR, SpringerMedizin.de

 

Weitere Informationen zum Kongress:
www.menopausekongress.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben