Unzuverlässige Diagnose
Bis zu ein Drittel der Knochenbrüche im Hüftbereich und dem Becken wird beim Röntgen nicht erkannt. Im Zweifelsfall wird daher zu zusätzlicher Magnetresonanztomografie geraten.
Amerikanische Radiologen überprüften Röntgenbilder von 92 Patienten mit einem MRI-Scanner. Es zeigte sich, dass 35 Brüche nicht erkannt worden waren. Teilnehmer der aktuellen Untersuchung hatten nach einer Verletzung der Hüfte oder des Beckens weiter über Schmerzen geklagt. Bei 13 Personen mit normalen Ergebnissen beim Röntgen wurden mittels Magnetresonanztomographie insgesamt 23 Brüche festgestellt. Bei weiteren 15 Patienten mit diagnostizierten Brüchen wurden zwölf zusätzliche Brüche erkennbar, die sonst übersehen worden wären. Bei elf anderen Studienteilnehmern, deren Röntgenbilder auf Brüche hindeuteten, konnten keine Knochenbrüche festgestellt werden. Die Wissenschaftler argumentieren, dass es sich auszahle, im Zweifelsfall zusätzlich zum Röntgen auch die Magnetresonanztomografie einzusetzen, zumal die Patienten mit derartigen Verletzungen häufig älter und gebrechlich seien und somit ein überdurchschnittlich hohes Komplikationsrisiko hätten.
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