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Radiologie 1. November 2007

Lokalisation und Staging Gastrin produzierender Tumore mit Schnittbildverfahren

Die Anwendung von Schnittbildverfahren bei laborchemisch nachgewiesen Gastrinom hat drei Aufgaben: Tumorlokalisation, vor Erst- und Rezidiveingriff (sporadisches Gastrinom MEN 1) Staging bei metastasiertem Tumor zum Nachweis von Lymphknoten- und Fernmetastasen, wünschenswert auch Angaben zu einer möglichen Leberresektion Postoperatives Monitoring einer Bio- oder Chemotherapie im Rahmen von Nachuntersuchungen Die Lokalisation des Primärtumors korreliert eng mit seiner Größe. Der Erfolg der operativen Lokalisation durch erfahrene Chirurgen bei kleinen Tumoren ist höher als mit herkömmlicher präoperativer Bildgebung. Zur Lokalisation des Pankreastumors bei asymptomatischen Patienten im Rahmen des MEN 1 Syndroms kommt die Endosonographie (EUS) gefolgt von der Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie (SRS) zum Einsatz. Die Szintigraphie zeigt die höchste Sensivität bei symptomatischen Patienten und beim Nachweis von Metastasen. CT und MRI sind lokalisationsdiagnostische Möglichkeiten der zweiten Wahl. Ihre Sensitivität hängt von der Patientenselektion ab. Vor Leberresektionen sind die sich laufend weiterentwickelnden 3D-CT-Rekonstruktion hilfreich. Wegen fehlender Strahlenexposition kommt die MRI zum Monitoring einer systemischen Therapie im Rahmen klinischer Studien zur Anwendung.

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