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Schocktherapie

Laien – und auch manche Ärzte – haben immer noch Vorbehalte. Doch neue Daten bescheinigen der Elektrokrampftherapie gute Wirkung bei schweren Depressionen.

Bei richtiger Indikationsstellung ist sie nebenwirkungsarm und effektiv: Die Elektrokrampftherapie (EKT), einst als „Elektroschock“ und als Disziplinierungsmaßnahme für Psychiatriepatienten geächtet, findet in Fachkreisen immer mehr Akzeptanz. Was die Stromstöße, die mit bis zu 480 Volt durchs Gehirn jagen, tatsächlich bewirken, ist noch nicht restlos geklärt. Kritiker sehen im Gedächtnisverlust die Ursache für die Verbesserung schwerer therapierefraktärer Depressionen nach einer EKT-Behandlung. Die Befürchtungen, es könne durch die Behandlung zu strukturellen Gehirnschädigungen kommen, konnten mittels CT-Untersuchungen jedoch ausgeräumt werden. Die Ansprechrate liegt bei 30 bis 40 Prozent.

Maierhofer, Ärzte Woche 16/2007

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