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Psychiatrische und psychosomatische Tageskliniken in Österreich

In der vorliegenden Arbeit zu psychiatrischen und psychosomatischen Tageskliniken in Österreich wurde einerseits die Gesamtsituation österreichischer Tageskliniken erfasst und andererseits psychiatrische und psychosomatische Tageskliniken voneinander unterschieden. Zu diesem Zweck wurde ein Fragebogen entwickelt und an alle psychiatrischen und psychosomatischen Tageskliniken in Österreich gesendet. In einem ersten Teil wurden mit geschlossenen Fragen die Bereiche Rahmenbedingungen, Funktion und Aufgabe, therapeutische Paradigmen, Indikation und Kontraindikation, Diagnostik, Organisation, interdisziplinäre Zusammenarbeit und das Angebot an den Tageskliniken erfasst und ausgewertet. In einem zweiten Teil wurden mit offenen Fragen Wirkfaktoren, Schwierigkeiten, Besonderheiten und Zukunftswünsche tagesklinischer Behandlung erfasst und ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass es einen Trend zu mehr Tageskliniken gibt. Im Vergleich zu psychiatrischen Tageskliniken sind psychosomatische Tageskliniken ein noch neues Phänomen. Die Unterscheidung zwischen psychiatrischen und psychosomatischen Tageskliniken ist wichtig, um Patienten zukünftig unterscheidbare Behandlungsoptionen bieten zu können. Es zeigt sich, dass psychiatrische und psychosomatische Tageskliniken einen starken psychotherapeutischen Schwerpunkt haben und die Wirkfaktoren der Psychotherapie nach Grawe erfüllen.

Summary

This paper on psychiatric and psychosomatic day hospitals in Austria first looks at the overall situation of Austrian day clinics then, in a second step, compares psychiatric and psychosomatic day hospitals. For this purpose, a questionnaire was developed and sent to all psychiatric and psychosomatic day hospitals in Austria. The first part consisted of closed questions and was used to gather and evaluate the categories: general conditions for treatment in day hospitals, tasks of day hospitals, therapeutic paradigms, indication and contraindication, diagnostics, day hospital organisation, interdisciplinary cooperation and the offering in day hospitals. The second section consisted of open questions which were used to gather and evaluate active factors, difficulties, specifics and requests for future treatment in day hospitals. The results show that there is a trend towards more day hospitals. Psychosomatic day hospitals are a rather new phenomenon. Furthermore, the distinction between psychiatric and psychosomatic day hospitals is important in order to offer patients distinguishable treatment options in future. The results show that psychiatric and psychosomatic day hospitals both have a strong focus on psychotherapy and both fulfill the active factors for psychotherapy by Grawe.

Mag. Janet Evans, Dr. Verena Dummer, Univ.-Prof. Dr. Johann Kinzl, Neuropsychiatrie 4/2016

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