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Von inneren und äußeren Anforderungen überlastet.
 

Resilienz – der sichere Weg aus dem bedrohlichen Stress

Auswege. Stress ist ein Alltagsphänomen, mit dem viele Menschen nicht umgehen können. Sie werden unruhig, schlafen schlecht, sind unkonzentriert und vieles mehr. Da ist guter Rat gefragt.

Besonders Frauen scheinen sich gestresst zu fühlen. Das mag daran liegen, dass sich Männer Stress eher nicht freiwillig eingestehen. Aber auch hier findet langsam ein Umdenken statt. Eine Studie der Deutschen Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2014 zeigt, dass sich besonders in der Altersgruppe der 36- bis 45-Jährigen, also jener Gruppe, die den Spagat zwischen Familie und Beruf versucht, 63 Prozent der Frauen dauernd belastet fühlen; bei Männern sind es nur 52 Prozent.

Auf den Schutzschild kommt‘s an

Stress an sich ist nicht negativ, sondern eine Sache der Dosierung und vor allem auch der individuellen Bewertung. Während die einen nur leicht belastbar sind, stehen andere auch großem Stress gelassen gegenüber und kommen nach Tiefschlägen schnell wieder auf die Beine. Forscher vermuten, dass ihre mentalen Schutz-und Selbstheilungsmechanismen einfach besser funktionieren. Diese seelische Widerstandskraft wird Resilienz genannt und gilt als „Wunderwaffe“ im Kampf gegen stressbedingte psychische Störungen.

„Alle Volkskrankheiten sind auch wesentlich in Umwelteinflüssen begründet, wie Lebensstil, Erziehung, frühkindliche Erfahrungen beziehungsweise Traumen und aktuellen Belastungen. Hier setzt Resilienz ein, denn der Umgang und die Bewältigung solcher Erlebnisse können psychotherapeutisch so trainiert werden, dass die häufigen seelischen Folgestörungen nicht auftreten. Optimismus, Bewältigungskompetenzen und Selbstwirksamkeit sind beispielhafte krankheitsvermeidende Strategien. Diese müssen wir aber vor der Krankheitsmanifestation, also präventiv zu Aufbau und Stärkung von Resilienz einsetzen“, erklärt Dr. Iris Hauth, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde.

In der Apotheke stehen verschiedene Phytopharmaka, Homöopathika aber auch Nahrungsergänzungsmittel und hochdosierte Bakterienpräparate, die die Darmmikrobiota positiv beeinflussen, gegen Stresssymptome und ebenso zugrundeliegende physiologische Mechanismen zur Verfügung.

SpringerMedizin, Apotheker Plus 7/2016

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