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Kortikaler Blutfluss in Ruhe und während Aktivität bei schizophrenen Patienten

HINTERGRUND: Ziel der Studie war festzustellen, ob schizophrene Patienten, die mit dem Wisconsin Card Sorting Test (WCST) kognitiv aktiviert wurden, sich in ihrer zerebralen Durchblutung von Kontrollpersonen unterscheiden. METHODEN: Eine 99mTc-SPECT Studie wurde bei 21 schizophrenen Patienten und 21 Kontrollpersonen durchgeführt. Der relative cerebrale Blutfluss (relCBF) wurde ermittelt indem der Blutfluss genau definierter zerebraler Regionen mit dem Gesamtblutfluss verglichen wurde. Der relCBF wurde in Ruhe und nach Durchführung des WCST zwischen und innerhalb der Gruppen verglichen. ERGEBNISSE: Wir fanden einen signifikant erhöhten bilateral präfrontalen und rechts parietalen relCBF bei schizophrenen Patienten im Vergleich zu den Kontrollen während der Ruheaufnahme (p < 0,05). Die präfrontale and parietale interhemispherische Asymmetrie war in der Patientengruppe wesentlich deutlicher ausgeprägt (p < 0,005). Im Gegensatz dazu konnte bei den schizophrenen Patienten der rechte präfrontale und frontobasale relCBF während der Stimulation mit dem WCST nicht erhöht werden – im Gegensatz zu den gesunden Kontrollen (p < 0,05). Der rechte okzipital relCBF war nur in der Patientengruppe nach der Aktivierung erhöht (p < 0,05). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Wir bestätigen in dieser Studie die Hypothese der schizophrenen Hypofrontalität in Ruhe und während Aktivierung. Weiters konnten wir bei schizophrenen Patienten signifikante frontale und parietale interhemisphärische Asymmetrien vor und nach der kognitiven Aktivierung feststellen.

Felipe Ortuño, Miguel Moreno-Íñiguez, Manuel Millán, César A. Soutullo, Raphael M. Bonelli, Wiener Medizinische Wochenschrift

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