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Veränderungen der mentalisierten Affektivität nach 24 Monaten analytischer Psychotherapie bei Patienten mit chronischer Depression

Die Fähigkeit, über sich und andere auf der Grundlage einer psychologischen Theorie zu reflektieren, wird als Mentalisierung bezeichnet und ist von großer Bedeutung im psychotherapeutischen Kontext. Inwieweit Mentalisierungsfähigkeit in einem Zusammenhang mit Therapieeffekten bei Depression steht, wird in der vorliegenden Studie betrachtet. Zwanzig Patienten mit chronischer Depression wurden zu Beginn einer analytischen Psychotherapie sowie nach 24 und 36 Monaten hinsichtlich ihrer allgemeinen psychischen Belastung, der Ausprägung ihrer depressiven Symptome und ihrer Mentalisierungsfähigkeit u. a. anhand der Reflective Functioning Scale untersucht. Die Ergebnisse zeigen eine signifikante Minderung der allgemeinen psychischen Belastung und der depressiven Symptomatik nach 36 Monaten. Die Mentalisierungsfähigkeit verbessert sich über den Zeitraum von 24 Monaten signifikant. Zudem wurde ein Zusammenhang zwischen der Mentalisierungsfähigheit vor Therapiebeginn und der Veränderung der depressiven Symptome über 36 Monate festgestellt, RF erklärte 23,04 % der Varianz der Veränderung der depressiven Symptome. Dieses Ergebnis kann so interpretiert werden, dass Mentalisierung in Bezug auf die Behandlung chronisch depressiver Patienten mit analytischer Psychotherapie sowohl als Erfolgskriterium als auch als Moderator der Veränderung angesehen werden kann.

Svenja Taubner, Clara Isabella Schulze, Henrik Kessler, Anna Buchheim, Horst Kächele, Lenka Staun, Psychotherapie Forum 1/2/2015

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