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„Patient-driven-therapy“? – Die Perspektive der PatientInnen als vernachlässigte Dimension in Forschung wie Praxis

Nimmt man Resümees nach 50 Jahren Psychotherapieforschung in aktuellen Publikationen wie auf internationalen Fachtagungen ernst, so zeigt der internationale Forschungsbereich eine Konzentration auf den Outcomebereich. Selbst die Evidence Based Practice Task Force der American Psychological Association (APA) gibt in ihrer Übersicht über „Multiple Types of Research Evidence“ inzwischen klinisch ausgerichteten und qualitativ bzw. partizipativ angelegten Forschungsanliegen – als ausgemachter Forschungslücke – deutlich mehr Gewicht. Auch als Möglichkeiten der Fehlerprävention und -intervention in Psychotherapieprozessen, so ein Ergebnis eines an der Donau-Universität Krems durchgeführten Forschungsprojektes, spielt die Mitbeteiligung der PatientInnen am Behandlungsprozess eine entscheidende Rolle und eröffnet eine Reihe von Chancen für erfolgreichere Therapieprozesse. „Der Krankheit wohnt trivialerweise ein Subjekt inne und dieses betritt als ‚Patient/Patientin‘ … die Bühne professioneller Praxis“ (Hanses, Interaktionsordnungen. Gesundheit als soziale Praxis, S. 36 f., 2012). Die Berücksichtigung dieser Überlegungen spielt eine wichtige Rolle in dem Bemühen, psychotherapeutische Angebote für PatientInnen anschlussfähig zu halten und nachhaltig deren Qualität zu sichern.

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