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Hilfe bei Suchtproblemen

Verein p.a.s.s bietet ambulante Psychotherapie an.

Der gemeinnützige Verein p.a.s.s. ‒ Hilfe bei Suchtproblemen wurde 1992 als ambulante psychotherapeutische Einrichtung zur Behandlung von Patienten mit  substanzbezogenen Störungen gegründet und ist seit 1993 als  Behandlungseinrichtung nach dem Suchtmittelgesetz anerkannt. P.a.s.s. steht für Prävention, Angehörigenarbeit, Suchtbehandlung und Sozialbetreuung. Der Arbeitsschwerpunkt liegt in der ambulanten Psychotherapie für Patienten mit Erkrankungen aus dem Suchtspektrum. Ein multiprofessionelles Team aus Psychotherapeuten, Psychologen, Ärzten und Sozialarbeitern bietet im Sinne eines bio-psycho-sozialen Krankheits- und Gesundheitsmodells für Abhängigkeitserkrankungen eine umfassende Betreuung an.

„Die Klienten können zu einem unverbindlichen Erstgespräch direkt mit uns in Kontakt treten oder werden im Rahmen einer gerichtlichen Auflage uns zugewiesen“, erläutert Dr. Daniela Neiss vom Verein p.a.s.s. Seit April 1994 ist die Institution als Praktikumsstelle für das psychotherapeutische Fachspezifikum anerkannt und bietet Praktikumsplätze für Psychologiestudenten und Ausbildungsstellen für Klinische Psychologie und Gesundheitspsychologie an. Weiters können Psychotherapeuten in Ausbildung die erforderlichen Praktikumsstunden absolvieren.

Derzeit sind folgende Therapierichtungen vertreten:  

  • Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie,  
  • Personenzentrierte Gesprächspsychotherapie,  
  • Integrative Gestalttherapie,  
  • Verhaltenstherapie,  
  • Psychodrama,  
  • Psychoanalyse,  
  • Katathymes Bilderleben,  
  • Systemische Familientherapie und  
  • Konzentrative Bewegungstherapie

Es besteht mit allen wichtigen Versicherungsträgern ein Vertrag. Dieser umfasst zusätzlich zur ambulanten Psychotherapie auch die psychologische Diagnostik und ärztliche Behandlung. Seit 2010 können auch Therapieplätze für Kinder suchtkranker Eltern ohne eigene Suchtdiagnose angeboten werden. „In den letzten Jahren ist die Zahl der Klienten und Mitarbeiter ständig gestiegen. Derzeit betreuen unsere 40 Mitarbeiter jährlich über 700 Klienten über einen längeren Zeitraum“, so Hans Dlouhy, Geschäftsführer des Vereins. Von diesen Klienten befanden sich im Jahr 2014 560 Personen in einer Behandlung die länger als vier Wochen dauerte. Die durchschnittliche Behandlungsdauer unserer Patienten betrug 68 Wochen.

Prävention und Angehörigenarbeit

Prävention ist ein wichtiger Aufgabenbereich. Die suchtspezialisierten p.a.s.s.-Therapeuten waren Vorreiter in der präventiven Arbeit (Modell für Peerprojekte) mit Kindern und Jugendlichen an Kindergärten und Schulen. Für das Bundesministerium für Familien und Jugend wurde ein „Lehrgang für Beratung und Prävention in Suchtfragen bei Kindern und Jugendlichen“ entwickelt. Auch die Angehörigenarbeit steht im Fokus und es besteht durchgehend eine offene Angehörigengruppe. In den Einzel- und Gruppengesprächen wird nicht nur psychoedukative Informationsvermittlung bzgl. des Krankheitsbildes geboten, es geht oft um Entlastung, Aufarbeiten von Schuldgefühlen und auch das Erkennen von eigenen Grenzen und Grenzen der Verantwortung. Die klinisch psychologische Diagnostik arbeitet eng mit Therapeuten und Ärzten zusammen. Das gemeinsame Auftreten von Abhängigkeitserkrankungen und anderen psychiatrischen Erkrankungen hat eine wichtige Bedeutung für den Therapieplan, den Krankheitsverlauf und die entsprechende gesprächstherapeutische und medikamentöse Behandlung. Die häufigsten Komorbiditäten bei Abhängigkeit (Lifetime- Prävalenz) sind Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis, affektive Störungen, Angsterkrankungen und Persönlichkeitsstörungen. Meist stehen affektive Störungen, Persönlichkeitsstörungen und Angsterkrankungen im Vordergrund. Den Patienten steht ein Team von 2 Ärzten im Umfang von 20 Stunden pro Woche zur Verfügung. In diesem Rahmen werden auch jederzeit Akuttermine angeboten, um bei akuten Krisen eine engmaschige Betreuung zu gewährleisten und einer Hospitalisierung entgegenzuwirken. Ein großer Teil der Patienten mit Opioidabhängigkeit werden in der Ordination substituiert.

Pilotprojekt Alkohol 2020

Der Verein p.a.s.s. ist seit Oktober 2014 Teil des Pilotprojektes Alkohol 2020. Bei diesem Projekt arbeiten erstmals die Pensionsversicherungsanstalt, die Wiener Gebietskrankenkasse und die Stadt Wien bei der Planung, Umsetzung und Finanzierung der Versorgung von Patienten mit einem Alkoholabhängigkeitssyndrom zusammen. Ziel ist, das Behandlungsangebot für diese Patienten auszubauen und die bestehenden Angebote zu vernetzen.

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Kontaktadresse: Verein p.a.s.s. - Hilfe bei Suchtproblemen Alser Straße 24/11 a 1090 Wien Außenstellen: Baden, Wolkersdorf, Neusiedl/See Tel.: 01/714 92 18 E-Mail:

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