zur Navigation zum Inhalt
 

Depot-Präparat hebt Compliance bei Schizophrenie

Trotz Einführung der atypischen Antipsychotika ist die regelmäßige Medikamenteneinnahme immer noch ein großes Hindernis für viele Schizophrenie-Patienten.

"Die konsequente Einnahme der Medikation ist entscheidend für das Wohlbefinden und für die Relaps-Verhütung bei Schizophrenie-Patienten. Mit der Einführung der atypischen Antipsychotika, die weniger unerwünschte Wirkungen haben als die alten Medikamente, gibt es auch die Hoffnung, dass die Einnahme der verschriebenen Medikation konsequent eingehalten wird", sagte Dawn Velligan, PhD, Professor an der Abteilung für Psychiatrie, Schizophrenie und verwandte Erkrankungen, Universität Texas Health Science Center, US, anlässlich der Präsentation von Studiendaten im Rahmen des 156. Meeting der American Psychiatric Association. "Es zeigt sich, dass die Compliance immer noch ein großes Problem vieler Schizophrenie-Patienten darstellt. Neue Behandlungsmöglichkeiten, beispielsweise lang wirksame Darreichungsformen, werden dringend benötigt."
In einer dreimonatigen Studie wurden 59 Patienten mit Schizophrenie auf deren Einnahmeverhalten der verschriebenen atypischen oralen Antipsychotika hin untersucht, indem die Blutspiegel bei Entlassung aus dem Krankenhaus und dann drei Monate später untersucht worden sind.

75 Prozent hatten orale Medikation nicht genommen

Die Bewertung der Compliance erfolgte mittels Tablettenzähler und Selbstberichten der Patienten. Nach dem dreimonatigen Beobachtungszeitraum zeigte sich, dass 75 Prozent der Studienteilnehmer die verschriebene orale antipsychotische Medikation nicht eingenommen hatten. Nur neun Prozent nahmen die Medikamente regelmäßig ein. 67,5 Prozent der Patienten hatten, laut deren Selbstangaben, die Medikamente zwar genommen, was aber durch die Ergebnisse der Blutspiegeluntersuchungen widerlegt werden konnte.
Weltweit leidet rund ein Prozent der Bevölkerung an Schizophrenie. Die Zeichen dieser Erkrankung sind die so genannten "Positiven Symptome", wie Wahn, Halluzinationen, Paranoia, ungerichtetes Denken, und "Negativen Symptome", wie emotionaler Rückzug, Apathie, Fehlender Antrieb. Untersuchungen bestätigen, dass vergessene und nichteingenommene Medikation einen sehr schlechten Einfluss auf die Langzeitprognose dieser Patienten hat.
"Diese Studie wurde zwar in den USA durchgeführt, aber das Problem der nicht regelmäßigen oralen Tabletteneinnahme ist ein weltweites" so Velligan. "Der Einfluss ist signifikant und Ergebnisse von Beobachtungen zeigen, dass bei Vergessen der Medikation für zehn Tage die Hospitalisationsrate um das Doppelte steigt."
Eine neue Behandlungsmöglichkeit kann Schizophrenie-Patienten helfen, die notwendige Konsistenz der Therapie herzustellen. Risperdal Consta® ist die lang wirksame Form von Risperidon, dem weltweit am meisten verschriebene atypische Antipsychotikum. Risperdal Consta® wird 14-tägig intramuskulär verabreicht und bietet somit einen großen Vorteil gegenüber der täglichen Tabletteneinnahme.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben