zur Navigation zum Inhalt
 

Entwicklungspsychologische Beziehungstherapie (EBT) 4–10 – Ein bindungsorientiertes psychotherapeutisches Modul zur Förderung der Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern im Vor- und Grundschulalter

Es wird ein Modul zur Förderung der Eltern-Kind-Beziehung im Vor- und Grundschulalter vorgestellt, das auf der Bindungsforschung und bindungsorientierten Instrumenten beruht. Es zielt auf eine Sensibilisierung des Elternteils für die kindliche Erlebensperspektive und damit auf eine Verbesserung der Beziehungsqualität. Als Elemente sowohl zur Diagnostik der Bindungsrepräsentation als auch zur Intervention werden das Geschichtenergänzungsverfahren zur Bindung (GEV-B) für die mittlere Kindheit und Beobachtungsskalen zur Feinfühligkeit von Eltern benutzt. Die Interventionsmethode des Kernmoduls beruht auf einem systematischen Videofeedback kurzer Szenen aus beiden diagnostischen Erhebungen im Kontext einer strukturierten psychotherapeutischen Rückmeldung an die Eltern. Die Nutzung des gut erprobten Verfahrens GEV-B erweist sich als geeignet, die stärkere Autonomie des Kindes in der Eltern-Kind-Beziehung zu berücksichtigen und so die standardisierten Verhaltensbeobachtungen zur elterlichen Feinfühligkeit zu ergänzen. Ein manualisiertes Schulungskonzept für erfahrene Therapeutinnen ist in Vorbereitung. Der Beitrag stellt Aufbau und erste Erfahrungen mit der Erprobung des Moduls in Familien mit Risikokonstellationen dar. Ein Fallbeispiel soll dies illustrieren.

Abstract

In this paper a therapeutic module is described, which aims at enhancing the parent-child-relationship during the kindergarten and primary school years. Its focus is on sensitizing the parent for the childʼs perspective and experience, and by this to improve the quality of the relationship. Two methods are used both for diagnostics and for intervention: The German Attachment Story Completion Procedure (GEV-B) for middle childhood and new scales to assess parental sensitivity from observations of interactions. Systematic video-feedback using short episodes from both diagnostic assessment methods serves as the basic intervention procedure, which is embedded into a structured therapeutic session with the parent. The well established GEV-B proved to be appropriate for considering the increasing autonomy of the child within the parent-child-relationship and complementing standardized observations of parental sensitivity. A manualized curriculum is being prepared to train experienced psychotherapists. In this contribution the structure and first impressions on the feasibility are reported on how the model can be applied in families with a risk constellation. An example of a particular family intends to illustrate this.

Gabriele Gloger-Tippelt, Ute Ziegenhain, Anne Kathrin Künster, Yonca Izat, Psychotherapie Forum 2/2014

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben