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Plötzliche Flugangst ist am schlimmsten

Junge Frauen zwischen 20 und 30 Jahren sowie Männer zwischen 40 und 50 reagieren auf Turbulenzen während eines Flugs am heftigsten mit Angstgefühlen. So das Ergebnis einer Studie, die das Deutsche Flugangst-Zentrum vorstellte.

Am schlimmsten empfinden Menschen mit Flugangst ihre Angst, wenn diese ohne erkennbaren Grund plötzlich und unerwartet auftritt, und die ist noch weit schlimmer als jene von Passagieren bei heftigen Turbulenzen, beim Durchstarten des Fliegers oder gar bei einer Notlandung. Männer zeigten bei einem durchlebten Flugzwischenfall deutlich niedrigere Stresssymptome als Frauen, wie der Psychologe Marc-Roman Trautmann, Leiter des Deutschen Flugangst-Zentrums, im Rahmen der Medica in Düsseldorf mitteilte. Ingesamt waren von März bis Oktober 2004 145 Männer und Frauen zwischen 16 und 66 Jahren befragt worden, die an Seminaren des Rüsselsheimer Zentrums teilgenommen haben. Die Symptome von Flugangst-Patienten werden sehr unterschiedlich erlebt. Vier von fünf Teilnehmern der Studie berichteten von beängstigendem Herzrasen. Etwa die Hälfte der Betroffenen empfanden Symptome wie Zittern, Verkrampfungen und Schweißausbrüche am stärksten.
Unterschiede in der Symptomatik hängen laut Studie auch mit früheren Flug-Erfahrungen zusammen. So leiden Menschen, die schon einmal in heftige Turbulenzen geraten sind oder eine Notlandung miterlebt haben, während eines späteren Flugs vor allem an Luftnot, Schwindel, Hitze- und Kälteschauer sowie Übelkeit. Die meisten Menschen mit Flugangst holen sich im Übrigen viel zu spät professionelle Hilfe. Mehr als zwei Drittel leiden mindestens sechs Jahre unter ihren Panikattacken, bevor sie einen Psychologen aufsuchen.

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