zur Navigation zum Inhalt
 

Risiko für Kinder von älteren Vätern

Kinder älterer Väter sind anfälliger für psychische Erkrankungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine australische Studie. Das von John McGrath geleitete internationale Forschungsteam bediente sich des dänischen Gesundheitsregisters, um das Alter der Mütter und Väter von 2.894.688 Neugeborenen zu untersuchen.

Die Studie betrachtete zwischen 1955 und 2007 geborene Personen mit einem breiten Spektrum an psychischen Krankheiten wie Schizophrenie, Stimmungsstörungen, neurotischer, stressbedingter Störungen, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen und einer Reihe von Entwicklungs- und Kindheitsstörungen, von insgesamt etwa 42,7 Millionen Personenjahren.

„Wir haben herausgefunden, dass das Risiko für psychische Krankheiten, insbesondere geistige Behinderung, Autismus und Schizophrenie für Kinder steigt, wenn die Väter bei deren Geburt älter als 29 Jahre waren“, so McGrath.

Der Zusammenhang könnte durch eine Reihe verschiedener Faktoren bedingt sein, z. B. durch Neumutationen in den Samenzellen. McGrath: „Neueste Gen-Studien belegen, dass die Nachkommen älterer Väter mehr De-novo-Mutationen aufweisen. Unsere Erkenntnisse lassen darauf schließen, dass die altersbedingten Genmutationen bei Vätern die geistige Gesundheit der Kinder beeinträchtigen können.

Junge Mütter

Bei der Analyse der Daten fanden die Forscher auch eine Verbindung zwischen Kindern junger Mütter und Suchterkrankungen, hyperkinetischen Störungen (ADHS) und geistiger Behinderung. Die Kinder von Teenager-Müttern waren am anfälligsten für die meisten neurotischen und stressbedingten Erkrankungen.

McGrath JJ et al.: JAMA Psychiatry 2014; online 22. Januar

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben