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Jugend und Alkohol – eine Übersicht über die Literatur

Bis zu zwei Drittel aller Jugendlichen konsumieren Alkohol und ungefähr ein Viertel hat Erfahrung mit missbräuchlichem Alkoholkonsum. Viele Konsumenten beginnen bereits in sehr jungen Jahren, und Komatrinken ist nach wie vor ein bei Jugendlichen verbreitetes Phänomen. Alkohol verhindert die Neurogenese, sodass Alkoholmissbrauch im Jugendalter zu Veränderungen in der Gehirnentwicklung sowie zu einer Verminderung der Leistung im neurokognitiven Bereich führt.

Bei alkoholmissbrauchenden Jugendlichen finden sich weiters häufig verschiedene psychische und psychosoziale Probleme. Neben genetischen und psychosozialen Einflüssen wird das Risiko, im Erwachsenenalter eine Alkoholabhängigkeit zu entwickeln, durch frühen Konsumbeginn sowie Konsum großer Mengen in kurzer Zeit wie beim Komatrinken erhöht. Nach wie vor sehr schwierig gestaltet sich die Unterscheidung eines normalen Alkoholkonsums im Rahmen der Adoleszenz von problematischem Gebrauch.

Verschiedene Präventionsprogramme arbeiten direkt mit den Jugendlichen oder in deren schulischem oder familiärem Umfeld. Wenngleich durch manche dieser Interventionen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen reduziert werden konnte, zeitigt kaum eine Strategie zufriedenstellende langfristige Ergebnisse. Erfolgreiche Präventionsstrategien müssten die Therapie neuropsychologischer Beeinträchtigung, komorbider psychischer Erkrankungen und eines etwaigen multiplen Substanzkonsums miteinbeziehen.

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