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Lichttherapie, Schlafentzug etc.

Über nicht-pharmakologische Therapieformen berichtete Prof. Dr. Christian Barnas, Universitätsklinik für Psychiatrie Wien: "Die Lichttherapie hat ihr Haupteinsatzgebiet in der sogenannten Herbst-Winterdepression. Sie wird mit einer 2.500 bis 10.000 Lux starken, speziellen Lampe ein bis zwei Mal täglich für 30 Minuten durchgeführt und ist im Erfolg einer antidepressiven Medikation gleichzusetzen." 

"Die Schlafentzugstherapie bedürfe großer Motivationsarbeit, denn Depressive klammern sich an guten Schlaf", so Barnas. Beim totalen Schlafentzug (SE) wird der Schlaf eine ganze Nacht und am darauffolgenden Tag verhindert, beim partiellen SE geht der Patient abends schlafen, wird um ein Uhr geweckt und muss tagsüber wachbleiben. Zur Stabilisierung des Therapieerfolges wird die SE 2 bis 3 Mal pro Woche durchgeführt.

Die Elektrokrampftherapie in Vollnarkose und Muskelrelaxation wird selten und nur bei schweren, vital gefährdeten, therapieresistenten Depressionsformen eingesetzt. Die transkranielle Magnetstimulation ist noch keine Standardtherapie; die Behandlung erfolgt über Stimulation des präfrontalen Kortex mittels eines starken Magnetfeldes. Eingesetzt wird sie bei uni- und bipolaren, chronifizierten und therapieresistenten Depressionsformen. 

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