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Prävention psychischer Erkrankungen

Datenmangel in Österreich

Das Ludwig Boltzmann Institut Health Promotion Research führt erste repräsentative Datenerhebung zu psychischen Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen in Österreich durch.

Psychiatrische Erkrankungen im Erwachsenenalter beginnen oftmals bereits im Kindes- und Jugendalter. Es ist daher essenziell, deren Entstehung und Verlauf zu untersuchen. Die „Mental Health in Austrian Teenagers (MHAT)“ - Studie, welche vom Ludwig Boltzmann Institut Health Promotion Research (LBI HPR) und der Universitätsklinik für Kinder und Jugendpsychiatrie der Medizinischen Universität Wien (KJP) durchgeführt wird, schafft erstmals für Österreich eine wissenschaftliche Grundlage zur Entwicklung präventiver Maßnahmen für psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen beziehungsweise zur Verhinderung von deren Chronifizierung.
Das Wissen über die Häufigkeit psychischer Probleme und Erkrankungen sowie über deren Ursachen und Verlauf ist die Voraussetzung für die Entwicklung geeigneter Präventionsmaßnahmen. Für Österreich liegen bisher keine repräsentativen Daten über Häufigkeit, Ursachen und Entstehung psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen vor, die auf Erhebungsmethoden beruhen, welche eine zuverlässige Diagnose erlauben.
Im Rahmen der MHAT, die sich mit Problemlagen der heutigen Jugend und der Bewältigung von Stress- und Belastungssituationen beschäftigt, werden Kinder und Jugendliche sowie ein Elternteil mittels Fragebögen und Interviews befragt. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Risiko- und Schutzfaktoren für psychische Erkrankungen. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen dabei helfen, Probleme von Kindern und Jugendlichen besser zu verstehen und Maßnahmen zu entwickeln, die sie dabei unterstützen, mit den Anforderungen ihres jungen Lebens zurechtzukommen.

Quelle: OTS/LBI HPR

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