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Interaktionen antiepileptischer Therapien

Unter Interaktionen versteht man zumeist die pharmakokinetischen und weniger die weniger gut verstandenen pharmakodynamischen Wechselwirkungen. Bei Personen mit Epilepsie werden häufig zwei Antiepileptika (AEDs) eingesetzt, insbesondere, wenn sich Pharmakoresistenz abzeichnet. Aber auch beim Umstellen von Antiepileptika in der Monotherapie – z.B. wegen Nebenwirkungen – wird zunächst eine überlappende Kombinationstherapie eingesetzt. Bei interkurrenten Erkrankungen, z.B. Infektionen, müssen zusätzliche Medikamente, wenn auch nur vorübergehend eingenommen werden. Durch die Zunahme der Epilepsien im höheren Lebensalter müssen ältere Personen mit Epilepsie nicht selten zu den Antiepileptika weitere Medikamente, wie z.B. Hochdruckmittel oder „blutverdünnende“ Mittel einnehmen. Nicht nur die alten Antiepileptika haben ein Interaktionspotential, auch bei den neueren ist Wachsamkeit geboten, um die Personen mit Epilepsie in einem stabilen Zustand zu halten. Selbstverständlich gibt es noch eine Vielzahl anderer Interaktionsmechanismen. Obwohl der Blutspiegel von Antiepileptika nicht dem Gewebsspiegel im Gehirngewebe entspricht und in der klinischen Praxis der Gewebsspiegel im Gehirngewebe nicht abgeschätzt werden kann, ist die Messung der Blutspiegel doch ein hilfreicher Parameter, um in der Behandlung von Personen mit Epilepsie mehr Sicherheit zu gewährleisten. Nicht zuletzt können physiologische und pathologische Veränderung des Metabolismus Auswirkungen auf Medikamenten-Aufnahme, Verteilung und Ausscheidung haben. Hier seien Beispiele aus der Praxis angeführt, die nicht ganz untypisch sind.

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