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Psychoedukation und Lebensqualität: Eine Erweiterung der Grazer Evaluationsstudie (Teil 2)

Ziel dieser Studie war es, erstmal Psychoedukation (PE) bei depressiven bzw. psychotischen PatientInnen zu vergleichen, Unterschiede zu beschreiben und spezifische Variablen zu identifizieren, die eine Zufriedenheit mit PE fördern.

75 PatientInnen, davon 49 depressive und 26 psychotische, nahmen an insgesamt neun PE-Gruppensitzungen teil und wurden mittels Selbst-und Fremdrating vor und nach der PE untersucht.
Depressive PatientInnen erzielten während der Teilnahme an PE ein höheres Ausmaß an Verbesserung in der Lebensqualität und in der Reduktion der Psychopathologie. Im krankheitsbezogenen Wissen konnten sich beide Gruppen im gleichen Ausmaß signifikant steigern. Generell bestand eine große Zufriedenheit bei den TeilnehmerInnen mit PE, wobei depressive PatientInnen eine höhere Zufriedenheit angaben. Mittels Regressions- und Diskriminanzanalysen konnten weitere differenzierende Variablen gefunden werden.

Psychotische PatientInnen stellen eine inhomogene PatientInnen-Gruppe dar, für die eine Adaption der Inhalte der PE erfolgen muss. Im Vergleich zu depressiven PatientInnen zeigte sich eine höher subjektiv erlebte, jedoch objektiv geringer eingeschätzte, Lebensqualität. Gezielte individuelle Vorab-Informationen sind essentiell.

Maga.Drin. Barbara Kreiner, Andreas Baranyi, Alexandra Stepan, Hans-Bernd Rothenhäusler, Neuropsychiatrie 1/2012

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