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Lichttherapie setzt sich durch

Die Lichttherapie ist bei der Behandlung von saisonal abhängigen Depressionen weiter am Vormarsch. In fast 70 Prozent der psychiatrischen Abteilungen in Krankenhäusern in Österreich, Deutschland und der Schweiz kommt sie bereits zum Einsatz. 1994 waren es noch weniger als 20 Prozent.

Das hat eine Umfrage ergeben, die von Experten der Universitätsklinik für Psychiatrie der MedUni Wien am AKH durchgeführt wurde. Die Ergebnisse der Umfrage wurden in "European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience" publiziert.

"Die erste Publikation dazu gab es im Jahr 1981. Der Amerikaner Herbert Kern, den Namen darf man sogar verwenden, war der erste, der auf diese Weise behandelt wurde. 1984 gab es dann die erste systematische Untersuchung", sagte Siegfried Kasper, Leiter der Klinischen Abteilung für Biologische Psychiatrie an der Wiener Universitätsklinik.

Er führte bereits 1994 in Deutschland eine erste Umfrage durch. "Damals verwendeten noch weniger als 20 Prozent der Abteilungen diese Form der Therapie", so Kasper. Exakt waren es damals gar nur 13 Prozent. Jetzt haben die Wissenschaftler eine solche Umfrage mit Ausweitung auf Österreich und die Schweiz wiederholt.

Demnach ist die Lichttherapie in 69,8 Prozent der psychiatrischen Abteilungen etabliert. 35,5 Prozent verwenden die Lichttherapie für stationär aufgenommene Patienten mit "Winterdepressionen", 4,3 Prozent für ambulant Behandelte und 29,6 Prozent für beide Patientengruppen. "Das wichtigste Anwendungsgebiet sind diese saisonalabhängigen Depressionen. Es gibt aber auch noch mehrere andere Anwendungsgebiete. Dort ist aber noch Forschungsbedarf gegeben", erläuterte Kasper.

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