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Foto: © science relations/APA-Fotoservice/Rambauske
V.l.n.r.: Mag. Martin Peithner, Austroplant Arzneimittel Ges.m.b.H.; Dr. Lisa Tomaschek-Habrina, IBOS; Prof. Dr. Wolfgang Kubelka, Department für Pharmakognosie der Universität Wien bei der Präsentation der Ergebnisse.
 
Psychiatrie und Psychotherapie 7. September 2011

Persönliches Risiko für Burnout überprüft

Unter www.stressfest.at nahmen über 15.000 Österreicher am Burnout-Risikotest teil, erste Daten liegen nun vor.

Die Ergebnisse der im November 2010 ins Leben gerufenen österreichweiten Gesundheitsinitiative zu Burnout wurden nun der Öffentlichkeit im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert. Initiatoren waren die Austroplant Arzneimittel GmbH in Kooperation mit dem Institut für Burnout und Stressmanagement (IBOS).

 

Ziel der Initiative ist, Interessierten und Betroffenen eine Plattform zur Bewertung ihres emotionalen, körperlichen und geistigen Gesundheitszustands, sowie Tipps, Hilfestellungen und geeignete Anlaufstellen bei erhöhter Belastung bzw. diagnostiziertem Burnout-Risiko zur Verfügung zu stellen.

Insgesamt testeten 15.148 Personen im Zeitraum von November 2010 bis Mai 2011 ihr persönliches Burnout-Risiko auf www.stressfest.at. Dass die Stressbelastung österreichweit hoch ist, zeigt nun die Analyse:

  • 90 Prozent aller Teilnehmer weisen sowohl emotionale, kognitive als auch Überlastungssymptome auf.
  • Die Belastung ist in allen Altersgruppen sehr hoch. Besonders viele junge Menschen – 86 Prozent der unter 30-Jährigen – sind von erhöhtem Stress betroffen.
  • 93 Prozent der Betroffenen sind berufstätig.
  • 80 Prozent der Frauen und 75 Prozent der Männer leiden an Überlastungssymptomen.
  • 65 Prozent befinden sich in einer nicht leitenden, 28 Prozent in einer leitenden Funktion.
  • Rund 70 Prozent der Teilnehmer mit Kindern, aber auch rund 70 Prozent der Teilnehmer ohne Kinder leiden an erhöhter Stressbelastung.

Was bedeuten die Ergebnisse für die Betroffenen?

Die Diagnostik eines Burnout ist eine Herausforderung für den konsultierten Experten, da bis heute keine einheitlichen, objektiven Parameter existieren. Die Diagnose erfolgt anhand von Symptomenkatalogen, wobei diese im klinischen Alltag kaum eingesetzt werden, da sie keine verbindlichen Listen von Symptomen enthalten, welche die Diagnose sichern.

Die WHO subsumiert Burnout unter ICD 10 Z73.0–Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitssystems führen. Nach dieser Klassifikation ist Burnout ein Einflussfaktor, aber kein klar definiertes Syndrom, und schon gar keine Krankheit.

Therapeutische Ansätze

In der therapeutischen Praxis finden sich heute zahlreiche Stressbewältigungstechniken und -strategien. Viele davon bauen auf Resilianz- und Coping-Konzepten auf, bei denen die Stärkung der Widerstandsfähigkeit des Organismus und der persönlichen Ressourcen im Mittelpunkt stehen. Bei erhöhter und dauerhafter Stressüberlastung und ersten Burnout-Symptomen sind psychologische Interventionen, Entspannungsverfahren und Stressbewältigungsstrategien angezeigt. Eine Miteinbeziehung von Familienangehörigen kann sinnvoll sein.

Aber auch die Phytotherapie hat bei Stress und Überlastung ihren Stellenwert. Der Einsatz des Spezialextraktes der Rhodiola rosea WS®1375* wurde aktuell von österreichischen Experten bestätigt (Kasper, S. et al (2011): Expertenstatement: Stresssymptome wirksam behandeln – Therapieinnovation durch die Kraft der Rhodiola rosea. In: ScienceDIALOGUE).

Rhodiola rosea wurde von der Europäischen Arzneimittelagentur als Adaptogen eingestuft. Adaptogene sind natürliche Substanzen, welche die Widerstandskraft des Körpers gegenüber Stress erhöhen und Unausgeglichenheiten normalisieren. Sie helfen, Erschöpfung und körperlichen Stress zu überwinden, erhöhen gleichzeitig die kognitive Leistung und unterstützen die Therapie von Krankheiten. Adaptogene steigern den Widerstand gegen Infektionen und Tumore, hemmen autoimmune Reaktionen, beschleunigen den Heilungsprozess und die Regenerierung und verlangsamen den Alterungs- und Degenerationsprozess. Sie wirken sowohl auf Stoffwechselbasis als auch auf das Nervensystem, das vaskuläre System und die Verdauung. Heute ist die Verwendung der Rhodiola rosea durch eine Fülle von publizierten Studien abgesichert. RH

 

Quelle: Pressekonferenz „Ganz Österreich testet das persönliche Burnout-Risiko“, 28. Juni 2011 Wien

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