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Biopsychosoziale Auswirkungen herzchirurgischer Eingriffe – eine relevante konsiliarpsychiatrische Herausforderung

Zunehmend stärker ist ein klinisches Engagement des Konsiliarpsychiaters in herzchirurgischen Stationen gefordert. In diesem Kontext sind eine Reihe von Untersuchungen zur psychiatrischen Komorbidität und gesundheitsbezogenen Lebensqualität bei Patienten nach Herz-operation unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine im Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeitverlauf zu berücksichtigen. In der Zusammenschau kann festgehalten werden, dass Monate nach dem koronarchirurgischen Eingriff (CABG) die betroffenen Patienten signifikant verbesserte Lebensqualitätswerte im Vergleich zu den Werten unmittelbar vor der Herzoperation zeigen. Andererseits finden sich Einbußen in der gesundheitsbezogenen Lebensqualität bei denjenigen CABG-operierten Patienten, welche unter Depressionen, posttraumatischen Belastungssyndromen oder kognitiven Defiziten im Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeitverlauf leiden. Folglich raten wir frühzeitig zu einer umfänglichen bio-psycho-sozialen Diagnostik und Therapie von CABG-operierten Patienten. Hierbei ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Herzchirurgen, Konsiliarpsychiatern, medizinischen Psychologen, Psychotherapeuten, klinischen Psychologen und Internisten wesentlich.

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