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Wirksamkeit und Verträglichkeit von Silexan, einer neuen, oral verabreichten Zubereitung aus Lavendelöl, bei subsyndromaler Angststörung – Evidenz aus klinischen Prüfungen

Diese Übersichtsarbeit untersucht die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Silexan, einer neuartigen Zubereitung aus Lavendelöl zur oralen Anwendung, bei der Behandlung von Angsterkrankungen und verwandten Krankheitsbildern unter besonderer Berücksichtigung unterschwelliger Angststörungen. Es wurden 3 randomisierte Doppelblindstudien identifiziert, die die anxiolytische Wirksamkeit von Silexan bei subsyndromaler Angststörungen (vs. Plazebo; Behandlungsdauer 10 Wochen), bei generalisierten Angststörungen (GAS, vs. Lorazepam; 6 Wochen) und bei Unruhe und Agitiertheit (vs. Plazebo; 10 Wochen) gemäß DSM-IV- und ICD-10-Kriterien untersuchten. Zur Messung des Angstniveaus dienten die Hamilton Angstskala (HAMA). Insgesamt erhielten 280 Patienten 80 mg/Tag Silexan; 37 wurden mit 0,5 mg/Tag Lorazepam und 192 mit Placebo behandelt. Bei Behandlungsbeginn lag der HAMA-Gesamtwert in den Behandlungsgruppen zwischen 24,7 und 27,1 Punkten. Unter Silexan zeigten sich Abnahmen zwischen 10,4 ± 7,1 und 12,0 ± 7,2 Punkten nach 6 Wochen und zwischen 11,8 ± 7,7 und 16,0 ± 8,3 Punkten nach 10 Wochen. Bei Patienten mit GAS war die HAMA-Gesamtwert-Abnahme unter Silexan und Lorazepam vergleichbar (90 % KI für die Mittelwertsdifferenz: −2,3; 2,8 Punkte).

Siegfried Kasper, Markus Gastpar, Walter E. Müller, Hans-Peter Volz, Hans-Jürgen Möller, Angelika Dienel, Sandra Schläfke, Wiener Medizinische Wochenschrift 21/22/2010

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