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Abb. 1: Sind massive Ausbrüche von Gewalt bei Jugendlichen vorhersehbar? - Wie soll eine wirksame Prävention aussehen?
 

„… I’d like to see what the papers say On the state of teenage blues …“

(aus „I Think I’m Going To Kill Myself“ von Elton JOHN / Bernie TAUPIN)

Das Phänomen School Shooting – Ätiologie und Prävention

„Wie konnte das geschehen?“ und „Wieso hat niemand etwas gemerkt?“ sind die üblichen Fragen in den Medien, wenn Jugendliche zur Waffe greifen, um ihre Lehrkräfte oder Mitschüler niederzuschießen. Schuldige müssen her – und zwar solche, die möglichst weit weg sind von der eigenen Alltagsrealität. Gleichzeitig glauben aber viele, dass massive Ausbrüche von Gewalt gegen andere wie auch gegen sich selbst völlig unvorhersehbare Ereignisse seien (CREPET 1996, S. 133).

Die üblichen Gemeinplätze, Vereinfachungen, Vermutungen, Vorurteile und Missverständnisse beinhalten vor allem Kritik am Erziehungsverhalten der Eltern, an der Verfügbarkeit und Verherrlichung von Schusswaffen und an medialen Gewaltdarstellungen; manchmal kommt noch Kritik an schulischen wie auch polizeilichen Kontroll- und Einsatzleistungen dazu. Psychischen Belastungen in Familie, Schule oder Peer Group wird hingegen weniger Augenmerk gewidmet und wenn, dann im Sinne einer nachträglichen Pathologisierung. Dementsprechend lauten die folglichen Forderungen: Verschärfung der Waffengesetze, Altersgrenzen für Computerspiele – also primär Verstärkung von Kontrollen. Demgegenüber zeigt aber die einschlägige Forschung, dass die meisten Waffen illegal erworben wurden und Einschränkungen der Erwerbsmöglichkeiten nur die Beschaffungsanreize steigern (Frank J. ROBERTZ in HOFFMANN / WONDRAK 2007, S. 9).

Die Dominanz von Gewaltlösungen

Gewalt kann auch als eine besondere Form der Abwehr von Bedrohungen, die mit dem Verlust von sicheren Beziehungen eng zusammen hängen (KRAUSE 1994, S. 10), definiert werden. Jugendlichen können Beziehungen in der Familie verloren gehen, innerhalb des „Arbeitsplatz“ Schule, im potenziellen Freundeskreis, in ersten Paarungen, aber auch innerhalb eines immer unverständlicher werdenden, Angst auslösenden Lebensraums. Wenn es ihnen dabei gelingt, eigene, tragfähige Gemeinschaften zu bilden, kann Bewältigung gelingen. Doch das ist in einer Gesellschaft, die einerseits ökonomische Autonomie und flexibel verfügbares Singletum propagiert, andererseits Konkurrenz und Machtkampf verherrlicht, schwer ohne kritische Einsicht und rhetorische Kraft, sich gegen den Mainstream zu behaupten, möglich. Jugendliche verfügen kaum über dieses Potenzial.

Ähnlich wie bei Menschen, die Suizidversuche ausführen oder Suizid begehen, findet man auch bei jugendlichen Amokläufern eine Selbstwertproblematik, eine Leere bzw. Mangel an Selbstwertgefühl und gleichzeitig kompensatorische Größenvorstellungen. Sich aber als Herr über Leben und Tod und damit unabhängig vom „natürlichen“ Ablauf des sonst unabwendbaren Lebens- und Sterbensprozesses zu fühlen, führt dazu, sich eine Stufe über andere Menschen zu setzen (Raymond BATTEGAY in WENGLEIN / HELLWIG / SCHOOF 1996, S. 34); dazu noch Ewigkeitswert als „Star“ von nachbarlichem Entsetzen, Medienberichterstattung, ja sogar Wissenschaftspublizistik zu gewinnen, „toppt“ den perversen Triumph zu posthumer Bedeutsamkeit.

Es liegt sowohl an chronischen wie akuten Faktoren, mit welchen Copingstrategien dem Absinken von Selbstachtung (der positiven Auffassung von sich selbst) und Selbstakzeptanz (das Akzeptieren dessen, was man ist, Mängel und Versagen inbegriffen) begegnet wird.

Zu den chronischen zählen u. a. die adoleszente Suche nach der eigenen Identität und Geschlechtsrolle, meist begleitet von – eigenem wie fremden – mangelnden Verständnis für Pubertätskonflikte, Hormonschwankungen, Gefühlsintensitäten, Impulsivität, Neigung zu riskantem Verhalten, Zugehörigkeit zu gestressten (in Konfrontation mit krisenhaften Ereignissen) oder problematischen (mit z. B. depressiven, substanzabhängigen Personen) Familien und auch die subjektive Relevanz der Peer Group (ROBERTZ 2004, S. 25); zu den situativen gehören aktuelle Demütigungen, Beziehungs- und Statusverlust, übersteigerte Bedeutungszuschreibungen, fehlende Problemlösungsstrategien für den Augenblick und – Nachahmung. Vor allem die reale Nachahmung virtueller Gewaltfantasien.

Imitation

Der Philosoph Emile DURKHEIM zeigte drei begünstigende Bedingungen für Nachahmung auf: die Nivellierung durch gegenseitige Imitation, also unbewussten Gleichklang (heute würde man hierbei auf neuronales Spiegelungsgeschehen verweisen); die Neigung, Denk- und Verhaltensmodelle der dominierenden Kultur anzunehmen; Wiederholung erfahrener Handlungen um des Verstehens an Hand der Wiederholung wegen (CREPET 1996, S. 114). Letzteres Phänomen hat durch die Allgegenwart audiovisueller Vorbilder enorme Wirkkraft erhalten. CREPET zitiert eine Verweildauer Jugendlicher vor dem Fernsehgerät von vier bis fünf Stunden täglich, dabei alle zwei Minuten eine Gewaltszene im nachmittäglichen Fernsehprogrammen und mehr als elftausend erlebte Fernsehmorde bei Kindern bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres in den USA, Zeitschriften, Computerspiele und Hass-Songs nicht mitgerechnet. Heute – gut zehn Jahre später – können wir mit größeren Quantitäten rechnen.

Seit den Erfahrungen aus der computergestützten Hirnforschung und den darauf basierenden Mentaltrainings z. B. von Leistungssportlern wissen wir konkret von den physischen Entsprechungen „nur“ gedachter Identifikation mit dem vorgegebenen Bild (BAUER 2005). Zusätzlich zeigt die hypnotherapeutische wie auch neurolinguistische Praxis, wie durch wiederholtes Abrufen gefühlsintensiver Erinnerungsbilder aus dem eigenen Erfahrungsschatz emotionale Prozesse hervorgerufen werden können. Dieser Mechanismus zeigt sich in den selbst- induzierten Inszenierungen von Gewalt- fantasien zum Zweck, menschenver- achtenden Triumph zur Auslösung von Hochgefühlen (und Überkompensation von Unterlegenheitsgefühlen, Versagens- und Verlustängsten) zu benutzen. Besonders bei fehlenden stabilen sozialen Beziehungen neigt man dann dazu, immer wieder in das Fantasieerleben zu flüchten – was gleichzeitig verhindert, möglicherweise funktionierende reale Sozialkontakte aufzubauen.

Die Verinnerlichung von Mediendarstellungen kann immer auch als Rechtfertigungsmechanismus dienen und helfen, eigene Hemmungen herabzusetzen und gleichzeitig ein Gefühl von Kontrolle der als feindlich erlebten Umwelt auszuschmücken. Dieses aktive Interesse an vorangegangenen Taten lässt sich durch Medienaufzeichnungen belegen, die im Anschluss an School Shootings bei Hausdurchsuchungen in den Zimmern der jugendlichen Tötungsdelinquenten gefunden wurden (ROBERTZ in HOFFMANN / WONDRAK 2007, S. 15).

 

Was aber macht den Unterschied aus, dass andere Jugendliche mit ebenfalls Gewaltfantasien diese nicht in die Tat umsetzen? Die Einbindung in das soziale Gefüge, eine funktionsfähige Rolle in ihrem sozialen Umfeld, stabile und respektvolle Bezugspersonen und ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen erfahrener und ausgeübter Kontrolle sind schützende Faktoren gegen die Versagungen des Alltags. Deswegen sind Schulverweise oder andere Ausgrenzungen prinzipiell kontraproduktiv, weil dadurch diese schützenden Faktoren verringert werden; Strafen sollten daher immer von einem klar erkennbaren Angebot ergänzt werden, bei positiver Verhaltensänderung wieder in das soziale Gefüge der Schule aufgenommen zu werden („Reintegrative Shaming“). Bei dem Amokläufer von Erfurt bestand der letzte Kontakt der Schule mit dem Täter darin, ihn der Schule zu verweisen, als er Fehlstunden durch ein gefälschtes ärztliches Attest zu entschuldigen suchte (ROBERTZ in HOFFMANN / WONDRAK 2007, S. 16).

Indizien und Ankündigungen

Im Gegensatz zu suizidalen Jugendlichen, die sehr selten schriftliche Botschaften, Zettel oder Tagebuchaufzeichnungen hinterlassen, hingegen in Aufsätzen oder Zeichnungen auf Lebensangst, Jenseitsgedanken oder Todesträume anspielen, auch im Gespräch mit Freunden derartige Hinweise von sich geben (CREPET 1996, S. 151), fanden sich bei den Tätern zielgerichteter Gewalt an Schulen häufig gewaltverherrlichende oder Gewalttäter imitierende Selbstdarstellungen.

Bei dem Täter von Emsdetten (20. 11. 2006) etwa blieben die Indizien seiner nachweisbar zwei Jahre dauernden Tatvorbereitungen der Wahrnehmung der Familie verborgen, weil er sein Zimmer unter Verschluss hielt. Dazu zählten sein Engagement in der Soft-Air-Szene mit filmischer Dokumentation nachgestellter Hinrichtungen, Krieg- und Kampfszenen aus Horror-Filmen, übermäßiges Interesse an Computerspielen mit Gewalt aber auch Sammlung von Nachrichten-Dokumentationen zu amerikanischen Schul-Massakern. Dazu hatte sich der Täter von Emsdetten gezielt eine Vielzahl von Waffen, Spreng- und Brandvorrichtungen aufgelistet, gekauft bzw. selbst hergestellt, einen Großteil davon zeitnah zur Amoktat. Seine Begeisterung für die Gothic-Szene mit ihrer düsteren zukunfts- und perspektivenlosen Weltsicht scheint seine in zahlreichen Videobotschaften, Tagebuchaufzeichnungen (in militärischer Sprache und mit Todeslisten) und Foreneinträgen angedeuteten Frustrations-, Wut- und Rachegefühle gegenüber der Unsinnigkeit des Schulzwangs, mangelnder Anerkennung sowie Erfahrungen von Mobbing und Respektlosigkeit gegenüber seiner Person und seinem Aussehen seitens Lehrer- und Kollegenschaft noch verstärkt zu haben. Dazu kommt die Möglichkeit der „prädeliktischen proaktiven Öffentlichkeitsarbeit“ im Internet: So hatte er zwei Homepages betrieben, Foren und Instant-Messenger-Programme genutzt, um sein Datenvermächtnis, teilweise sogar in englischer Sprache, einer breiten Community zugänglich zu machen. Aus all dieser bei der Hausdurchsuchung gefundenen „Verlassenschaft“ zeigte sich, dass sich der Täter von einer Möglichkeit der Rückkehr in die reale Welt längst verabschiedet hatte – unabhängig von dem vermutlich letztlichem Tatauslöser – dem Kontakt mit Polizei und Justiz wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und der Abnahme einer Gasdruckpistole und Widerruf der Berechtigung des Besitzes des kleinen Waffenscheines (Holger ENGELS in HOFFMANN / WONDRAK 2007, S. 41 ff.) – einer massiven narzisstischen Kränkung, und im übrigen auch einer deutlichen Parallele zu dem jüngsten School Shooting von Kauhajoki, Finnland, wo anscheinend auch die Perlustrierung durch die Polizei tatauslösend gewirkt hat. Dies sollte in Hinkunft bei der Planung der Sekundärprävention stärker Berücksichtigung finden.

Prävention

Neben baulichen Sicherungen und Bereitstellung von Evakuierungsplänen sowie der Etablierung von Krisenteams an jeder Schule ist vor allem dem individuellen wie kollektiven Klima, in dem sich die Gedankenwelt des School Shootings entfalten kann, Aufmerksamkeit zu widmen.

Als primäre Prävention sollte dabei all das verstanden werden, was hilft, die geistige Gesundheit zu bewahren und zu schützen; als sekundäre, Warnsignale für selbst- oder fremdschädigendes Verhalten zu erkennen, salutogene Ressourcen aufzuspüren und für angemessene Interventionen zu sorgen; die tertiäre Prävention, oft auch Postintervention benannt, hat einerseits die Traumabewältigung der Betroffenen im Nahumfeld, andererseits auch die Verhütung von Nachahmungstaten zum Ziel.

 

Erschwert wird diese Präventivarbeit nicht nur durch mangelnde Ausbildung und dem drohenden Versagen entsprechende Abwehr, Scheu vor dem Tabuthema und der „abgeschlossenen Welt“ der Schule, in die „unübliche und nicht im Lehrplan vorgesehene Themen nur schwer Eingang finden“ (CREPET 1996, S. 165 ff.) Dabei könnte aber gerade eine „offene“ Schule Ort der Information, Aufklärung, Solidarisierung und gemeinsamen Präventivarbeit von Lehrerschaft, Elternschaft, Schülerschaft und auch Nachbarschaft sein! Eine tragende Rolle könnten dabei „Gatekeeper“ einnehmen, die als Informanten, Berater, Pädagogen und Ansprechpersonen regional Hilfestellung bieten, wenn Menschen – egal welchen Alters – unsicher sind, wie sie sich bei Verdachtsmomenten verhalten sollten. Es fehlt immenses Wissen über psychische Mechanismen, Leidenszustände und Formen missglückter „Selbstheilungsversuche“; solch eine „pädagogische Psychiatrie“, wie ich sie seit gut 20 Jahren fordere, könnte einerseits die vielen Doubletten im Biologieunterricht ersetzen, andererseits Chancen zur Selbstreflexion, Persönlichkeitsvervollkommnung und Friedensarbeit darstellen.

Zur primären ebenso wie zur tertiären Prävention zähle ich aber auch das Einwirken auf die Medien, in ihrer Berichterstattung auf Emotionalisierungen, Sinnzuweisungen, Heroisierungen aber auch detaillierte Beschreibung der konkreten Methoden den Tätern, Berühmtheitsstatus zu schaffen und damit labile Gemüter in ähnlichen Seelenlagen zur Nachahmung anzuregen (ROBERTZ 2004, S. 86). Besonders die Auflistung prädeliktischer Einflüsse wie beispielsweise Konkurrenzerlebnisse in der Geschwisterreihe bei dem Täter von Erfurt (26. 4. 2002) oder Demütigungen durch Autoritätspersonen (ROBERTZ 2004, S. 232 ff.) laden oft zur Identifikation mit dem „Rächer“ ein.

 

Korrespondenz: Univ. Prof. Dr. iur. Rotraud A. Perner Institut für Stressprophylaxe & Salutogenese (ISS) A 2243 Matzen, NÖ, Bahnstr. 24 T + F +43-2289-27878 Institut für Projektberatung, Personal Training & Supervision (IPPS) A 1010 Wien, Weihburggasse 16 Mobil: 0699 1 969 1818 www.perner.info Literatur:

 

BAUER Joachim: „Warum ich fühle, was du fühlst. Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneuronen“. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2005/06

CREPET Paolo: „Das tödliche Gefühl der Leere. Suizid bei Jugendlichen“. Rowohlt TB, Reinbek 1996

HOFFMANN Jens / WONDRAK Isabel (Hg.): „Amok und zielgerichtete Gewalt an Schulen. Früherkennung / Risikomanagement / Kriseneinsatz / Nachbetreuung“. Verlag für Polizeiwissenschaft, Frankfurt 2007

KRAUSE Hans-Ullrich: „Kinderspiel mit dem Tod“. Votum Verlag, Münster 1994

PERNER Rotraud A.: „Darüber spricht man nicht – Tabus in der Familie. Das Schweigen durchbrechen“. Kösel, München 2008

PERNER Rotraud A., „Friede auf Rezept. Gewaltprävention im Alltag“. Aaptos Verlag, Wien Matzen 2008

ROBERTZ Frank J.: „School Shootings. Über die Relevanz der Phantasie für die Begehung von Mehrfachtötungen durch Jugendliche“. Verlag für Polizeiwissenschaft, Frankfurt 2004

WENGLEIN Erik / HELLWIG Arno / SCHOOF Matthias: „Selbstvernichtung. Psychodynamik und Psychotherapie bei autodestruktivem Verhalten“. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1996

© Buenos Dias / photos.com
Zur Autorin
Univ. Prof. Dr. iur. Rotraud A. Perner
Rotraud A. Perner (1944), promovierte Juristin, Psychotherapeutin (PA), Gesundheitspsychologin und Diplomerwachsenenbildnerin (Päd.Ak), langjährige Gerichtssachverständige, unterrichtet als Professorin für Prävention und Gesundheitskommunikation an der Donau Universität Krems und leitet in Zusammenarbeit mit der Niederösterreichischen Landesakademie ihr eigenes Institut für Stressprophylaxe & Salutogenese (ISS) sowie die Akademie für Salutogenese & Mesoziation® (ASM) in Matzen bei Gänserndorf. Bisher 35 Fachbücher, derzeit in Druck „Die Überwindung der Ich-Sucht. Sozialkompetenz & Salutogenese“, Studienverlag.
www.perner.info
Fazit für die Praxis
Mediale Vorbilder und aufreizende Berichterstattungen über zielgerichtete Gewalttaten an Schulen laden Jugendliche mit ähnlichen Frustrationserfahrungen zur Identifikation mit diesen „Medienikonen“ ein. Neue Technologien ermöglichen filmische Dokumentation von imitierenden Selbstinszenierungen im persönlichen Intimbereich, Austausch mit Gleichgesinnten im Internet und fördern den Ausstieg aus der als feindlich erlebten Realwelt. Die Beschaffung von legalen wie illegalen Waffen und motivierendem Zuspruch über das Internet erhöhen den Realisierungsdruck. Thematisierung der dem zu Grunde liegenden Gefühlslagen und Erarbeitung alternativer Handlungsweisen mit Selbstwert stärkender Wirkung bedeutet effiziente Prävention. Die dafür in Frage kommenden Fachleute bedürfen einer konkreten Ausbildung. Es muss immer wieder in Erinnerung gerufen werden, dass das Problem nicht darin liegt, Schuldige zu entdecken, sondern gewaltverzichtende Alternativen zur Bewältigung von unerträglichen Situationen zu erarbeiten.

Abb. 1: Sind massive Ausbrüche von Gewalt bei Jugendlichen vorhersehbar? - Wie soll eine wirksame Prävention aussehen?

Univ. Prof. Dr. Rotraud A. Perner, Institut für Stressprophylaxe und Salutogenese (ISS), Matzen und Institut für Projektberatung, Personal Traninig & Supervision, Wien , Pädiatrie & Pädologie

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