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Psychiatrie und Psychotherapie 26. November 2010

Psychotische Wut – Die Dysphorie bei den Schizophrenen

Dysphorie beansprucht einen eigenständigen psychopathologischen Status. Während in der älteren psychiatrischen Literatur zahlreiche Ausführungen zur Dysphorie vorliegen, wird dieser emotionale Zustand in den modernen Klassifikationssystemen praktisch nicht mehr beachtet.

Diese theoretisch- konzeptuelle Marginalisierung steht in einem großen Kontrast zu den vielfältigen klinischen Manifestationen von Dysphorie. Dysphorie kann keiner exklusiven diagnostischen Kategorie zugeordnet werden, sondern spielt eine wichtige Rolle bei zahlreichen psychischen Störungen.

Bei schizophrenen Erkrankungen ist der Zusammenhang zu produktiv psychotischen Symptomen einerseits, zu speziellen Nebenwirkungen antipsychotischer Medikamente andererseits zu betonen. Der transnosologische Stellenwert von Dysphorie wird an Hand der Ergebnisse einer eigenen empirischen Untersuchung veranschaulicht. Konsequenzen für den Umgang mit dysphorischen Patienten werden dargestellt.

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