zur Navigation zum Inhalt
 
Psychiatrie und Psychotherapie 1. September 2010

Delir – akuter Verwirrtheitszustand: Diagnostik, Prävention und Therapie

INHALT

  • Einleitung 
  • Definition, klinische Präsentation und Häufigkeit  
  • Pathogenese und
  • Diagnostik  
  • Differenzialdiagnose 
  • Prävention und Therapie  
  • Medikamentöse Therapie   
  • Prognose  
  • Weblinks  
  • Literatur 
  • Vorbereitungsfragen zur Facharztprüfung 

Einleitung

Delirien sind häufige und ernste Probleme an medizinischen, chirurgischen, intensivmedizinischen,  onkologischen  und  geriatrischen  Einrichtungen .  Störungen  von Aufmerksamkeit,  Schlaf-Wachzyklus,  Bewusstseinslage,  Psychomotorik  und  Gedächtnis zählen ebenso zu den Symptomen wie Desorientiertheit, akuter Beginn und Fluktuationen . Die Ätiologie ist multifaktoriell, wobei hohes Alter, kognitive Defizite,  metabolische  Störungen  und  der  Gebrauch  von  Psychopharmaka  Risikokonstellationen  definieren .  Ein  Delir  hat  mannigfaltige  Folgen:  erhöhte  Sterblichkeit, Verlängerung des stationären Aufenthaltes, vermehrte Kosten und ein hohes Risiko für den Verlust der Selbstständigkeit . Medikamente sind oft Auslöser von Delirien älterer Menschen und stellen dabei die häufigste reversible Ursache dar – dies ist von besonderer Bedeutung, da die Identifikation auslösender Faktoren die Grundlage einer erfolgreichen Therapie darstellt . Anticholinerg wirksame Medikamente, Tranquilizer, Schmerzmittel und Narkotika sind geläufige Auslöser von Delirien .  Dieser Artikel bietet eine klinisch orientierte Übersicht über Prävention, Diagnose und  Therapie  von  Delirien .  Neben  altersassoziierten  Veränderungen  des  menschlichen Organismus werden die zu Grunde liegenden pathophysiologischen Mechanismen vor dem Hintergrund der involvierten Neurotransmitter dargestellt .

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben