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Psychiatrie und Psychotherapie 1. September 2010

Burnout: Körperpsychotherapeutische Ansätze an Hand eines klinischen Beispiels

An Hand eines klinischen Beispiels werden psychotherapeutische Ansätze auf zwei Ebenen entwickelt. Burnout geht meist mit einer Akkumulation verschiedener Stressfaktoren zusammen. In der Therapie sollten sie differenziert aufgearbeitet werden, indem man zwischen allgemeinen kontextuellen Faktoren (Familie, Gesundheit), früheren Erfahrungen (Kindheit und Traumatisierungen) und situationsspezifischen Faktoren (Arbeitssituation) unterscheidet. Diese Vorgehensweise unterstützt Ichstärke sowie das Gefühl innerer Kohärenz. Weiter sind bei Burnout psychophysiologische Angstreaktionen zu beobachten, die einen körperpsychotherapeutischen Ansatz berechtigen, der aber der spezifischen Situation angepasst sein muss: Die innere Mobilisierung ist mit einem Lähmungsgefühl so eng verquickt, dass ein effizienter Selbstschutz nicht mehr möglich ist. Unterstützende Körperinterventionen, die helfen, die übermäßige innere Anspannung progressiv zu lösen und Selbstschutzimpulse zu berücksichtigen, sind indiziert, um wieder ein inneres Kompetenz- und Sicherheitsgefühl aufzubauen.

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