zur Navigation zum Inhalt
 

Überweisungserfolg in Psychotherapie bei Patienten mit Persönlichkeitsstörungen – Therapeutische Konsequenzen

HINTERGRUND: Psychotherapie stellt einen zentralen Bestandteil der Behandlung von Patienten mit Persönlichkeitsstörungen dar. Es ist jedoch bekannt, dass viele Patienten eine psychotherapeutische Behandlung ablehnen oder diese frühzeitig abbrechen. Das Ziel der vorliegenden Untersuchung war die Bestimmung von Faktoren bei Patienten mit Persönlichkeitsstörung, die eine Überweisung zu Psychotherapie beeinflussen.

METHODIK: Persönlichkeitsvariablen (soziodemographische Parameter, Affektwahrnehmung- und Affektregulation, Objektbeziehungsqualität, Charaktermerkmale, interpersonale Probleme) von 297 Patienten einer psychoanalytischen Ambulanz wurden erhoben. Mittels logistischer Regressionsanalysen wurde deren Einfluss auf die Inanspruchnahme einer Psychotherapie untersucht.

ERGEBNISSE: In univariaten Analysen zeigten Charakterzüge (psychologisch reifes Funktionieren vs. Negativistisches Verhalten) prädiktive Aussagekraft. Die multivariate Analyse identifizierte einzig den Bildungsstand der Patienten als Indikator für Inanspruchnahme von Psychotherapie.

SCHLUSSBEMERKUNG: Konsequenzen für diagnostische Erstgespräche in Verbindung mit der Rolle des Bildungsstandes für die therapeutische Allianz werden diskutiert. Ferner wird die Rolle ökonomischer Aspekte bei der Therapieinanspruchnahme diskutiert.

Henriette Löffler-Stastka, Sophie Frantal, Elisabeth Jandl-Jager, Wiener klinische Wochenschrift 5/6/2010

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben