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Auswirkungen der häuslichen Betreuung demenzkranker Menschen auf ihre pflegenden Angehörigen

Das Ziel dieser Studie ist die Darstellung von Auswirkungen der häuslichen Betreuung auf pflegende Angehörige demenzkranker Menschen in einer westösterreichischen Region. In einer Querschnittstudie (n = 85) wurden demografische Daten erhoben und folgende Messinstrumente eingesetzt: MMSE, PAS, IADL, NPI, BDI, SF 36, VAS. Die pflegenden Angehörigen waren 38–89 Jahre alt (60,8, SD ± 13, 9), überwiegend weiblich (76,5 %) und betreuten den Demenzkranken durchschnittlich 5,3 Jahre (SD ± 3, 2). 15,9 % der Demenzkranken waren in den Pflegestufen 0–2, 32,9 % in den Pflegestufen 3–4 und 41,2 % in den Pflegestufen 5–7. Die Auswertung der PAS ergab jedoch für n = 25 Demenzkranke der mittleren Pflegestufen 3–4 eine hohe Pflegeabhängigkeit. 25,9 % der pflegenden Angehörigen weisen eine mäßige, 10,6 % eine starke Ausprägung depressiver Symptome auf, die durch eine steigende Anzahl von neuropsychiatrischen Symptomen und durch die Rolle verstärkt werden. Eine ziemliche bzw. extreme Belastung stellen folgende Symptombereiche dar: Depression, Aggression, Wahn, Angst und Apathie. Die Symptomausprägung und -häufigkeit korrelieren mit den PAS-Subskalen ,,Sinn für Regeln und Werte“ (p = 0,002) und ,,Vermeiden von Gefahren“ (p = 0,008). Zukünftige Forschung sollte ihre Aufmerksamkeit verstärkt auf die Möglichkeiten der Reduktion von Belastungen pflegender Angehöriger, die mit der häuslichen Betreuung demenzkranker Menschen einhergehen, richten.

Irene Müller, Hartmann Hinterhuber, Georg Kemmler, Josef Marksteiner, Elisabeth Weiss, Christa Them, Psychiatrie & Psychotherapie 4/2009

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