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Code of Conduct

Regeln für die Zusammenarbeit von Ärzten und Pharmaindustrie

Verschiedene Gesetzesänderungen der letzten beiden Jahre haben zu einer Diskussion der Zusammenarbeit zwischen Ärzten und der Pharmaindustrie geführt. Die Österreichische Gesellschaft für Neuropsychopharmakologie und Biologische Psychiatrie (ÖGPB) nahm das zum Anlass einen Code of Conduct zu dem Thema zu erstellen.

Mit dem Strafrechtsänderungsgesetz 2008 wurden strenge Normen zur Korruptionsbekämpfung in das Strafgesetzbuch aufgenommen. Unter anderem wurde auch das „Anfüttern“ von Amtsträgern unter Strafe gestellt. Inzwischen wurde das Strafrechtsänderungsgesetz 2008 durch das Korruptionsstrafrechtsänderungsgesetz 2009 wieder abgeschwächt. Trotzdem kam es in der Zwischenzeit in vielen Fällen zu einer Verschärfung der Bestimmungen, die mitunter auch die Fortbildungsförderung erschweren. „Als besonders belastend wird in der Praxis empfunden, dass diese dienst- oder arbeitsrechtlichen Bestimmungen von Krankenanstalt zu Krankenanstalt und selbst von Abteilung zu Abteilung anders gestaltet sind. Es wäre daher wünschenswert, wenn man zu allgemeinen Standards in diesem Bereich gelangen könnte“, erläutert Prof. Dr. Helmut Ofner, Vorstand des Instituts für Europarecht, internationales Recht und Rechtsvergleichung des Wiener Juridicums.

Die Österreichische Gesellschaft für Neuropsychopharmakologie und Biologische Psychiatrie (ÖGPB) verfasste deshalb einen Code of Conduct, der ihren Mitgliedern Richtlinien und Handlungsempfehlungen aufzeigen soll. Dabei behandelt der Verhaltenskodex Themen wie Studien in Zusammenarbeit mit der Industrie und gesponserte Fortbildung durch die pharmazeutische Industrie im stationären und niedergelassenen Bereich. Auch zur Offenlegung von Honoraren, die ein Forscher von einem Pharmaunternehmen – etwa für eine Vortragstätigkeit – bezogen hat und zu Preisen sowie Fellowships, die von Pharmaunternehmen gesponsert werden, bezieht der Code of Conduct Stellung.

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Neue Wege finden - Kommentar zum "Code of Conduct"

Code of Conduct: PDF der Medizinakademie

Quelle: 11. Tagung der ÖGPB, 20. November 2009, Wien

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