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Ausgebrannt und niedergeschlagen

Von der larvierten Depression zum Burn-Out: Eine Erkrankung kann nicht nur viele Ursachen, sondern auch viele Namen haben.

Überforderung, Stress und individuelle Anlagen triggern die Depression. Dabei wird der Begriff „Depression“ landläufig oft missverstanden. Der Ausdruck „Burn-Out“ scheint in diesem Kontext passender zu sein.

 

Die Psychiatrie war an den negativen Assoziationen, die mit der „Depression“ Hand in Hand gehen, nicht ganz unbeteiligt. Die Bevölkerung kreierte als Befreiung von wissenschaftlich einengenden Begriffen das „Burn-Out“ und erzielte damit eine größere Akzeptanz von depressiven Beeinträchtigungen. Insgesamt kann die Diagnose einer Depression nicht auf einem kategorialen Einteilungsprinzip beruhen – quantitative Unterschiede werden einem depressiven Patienten eher gerecht. Erlebte Vitalstörungen, kognitive Beeinträchtigungen und Symptome, die bisher als komorbide Störungen gewertet wurden, sind Teil der Depression.

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