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Physikalische Medizin/Rehab 27. Februar 2008

Wii lässt die Alten hüpfen

Hinter dem Begriff Wii verbirgt sich eine innovative Idee, welche am besten die Zukunft des digitalen Spielens zu repräsentieren scheint: Über Bewegungssensoren erfasst das Hauptgerät die realen Bewegungen und überträgt sie auf die Spielfigur. So gerät der Spieler nun selbst ganz schön ins Strampeln, wenn er sein Alter Ego über den Bildschirm jagt. Das Weihnachtsgeschäft war dank diverser Spielkonsolen für die Elektrobranche gesichert. Vor allem das Videospielsystem von Nintendo überrundete bei den Verkaufszahlen alle anderen. Kein Wunder, denn Experten aus den USA bescheinigen dieser spielerischen Ertüchtigung aufgrund des Bewegungsablaufes wie bei Dehn-, Streck- und Hebeübungen einen krankengymnastischen Nutzen. In den Staaten wird die Wii daher bei Irak-Kriegsversehrten eingesetzt, die so viel motivierter ihre Gymnastik absolvieren. Ein Rezept, das nicht nur bei Jungen wirkt, denn auch in den Altersheimen strudeln sich Rekonvaleszente nach Schlaganfällen vor dem Fernseher ab. Nintendo reagiert auf diese Strömung und setzt mit Wii Fit auf Spiele, die mithilfe von Elementen aus Aerobic, Yoga sowie Balanceübungen die Physis verbessern sollen.

Raoul Mazhar, Ärzte Woche 9/2008

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