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Pflege 7. Oktober 2008

Selbstständig trotz Demenz

Anlässlich eines Workshops weilte Naomi Feil, die Begründerin der Validation, in Wien. Dabei wurde auch eine Systemlösung vorgestellt, die hochbetagten und dementen Menschen Sicherheit und Selbstständigkeit ermöglicht.

Die Methode der Validation ist zum Standard in der Kommunikation mit dementen und verwirrten Menschen geworden. Die Behandlungsweise wird nicht nur an spezialisierten Demenzabteilungen, sondern zunehmend in Pflegeheimen und anderen Betreuungseinrichtungen angewandt. Sie stellt eine anerkannte Grundhaltung im Umgang mit hochbetagten und verwirrten Menschen dar. Die Technik, die ein spezielles Training erfordert, baut auf Empathie und dem Abbau von starken Emotionen auf. Sie hilft, Stress abzubauen, animiert zum Mitmachen und versucht, alten oder kranken Menschen Würde und Momente des Glücks zu ermöglichen.
Damit aber das Recht eines Menschen auf ein erfülltes, sicheres und aktives Leben trotz Krankheit oder Alter gewährleistet werden kann, ist es von besonderer Bedeutung, den Bewohnern von Sozialzentren sowohl bedarfsgerechte Pflege als auch höchste Sicherheit zu bieten. Im Sozialzentrum Grafenwörth etwa wird sowohl das Validationsverfahren als auch neueste Sicherheitstechnik eingesetzt. Mit einer „gewöhnlichen“ Uhr am Handgelenk, in die ein Desorientierungssystem integriert ist, fühlen sich die Bewohner nicht in ihrer Freiheit eingeschränkt. Diese flexible wie sensible Systemlösung wurde von Ackermann Clino by Honeywell in Zusammenarbeit mit dem Sozialzentrum Grafenwörth entwickelt. Mit Validation, basierend auf dem empathischen Ansatz und der ganzheitlichen Erfassung des Individuums sowie den optimalen, flexiblen Sicherheitslösungen ist man dem würdigen Altern mit jedem Schritt ein bisschen näher gekommen.

Schöflinger, Ärzte Woche 40/2008

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