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Pflege 5. Dezember 2007

Preis für das bessere Verständnis des Vergessens

Die Veranstalter sind zufrieden: Der Zulauf des interessierten Publikums zum 2. Wiener Alzheimertag war rege, auch das Ärzten vorbehaltene Wissenschaftsprogramm äußerst gut besucht. Und die Medizinredaktion der Kronen Zeitung bekam einen Preis.

 Scheckübergabe
Mag. Margarete Zupan vom Springer Verlag (Zweite von rechts) übergibt Prof. Dr. Wolfgang Exel den symbolischen Scheck. Gesundheitsstadträtin Mag. Sonja Wehsely und Laudator Prof. Dr. Stefan Rudas sekundieren.

Foto: C. Häusler

Wie schon im Vorjahr wurde auch diesmal der Alois-Alzheimer-Preis vergeben, um herausragende wissenschaftliche, publizistische oder humanitäre Leistungen zu würdigen. Heuer allerdings war die Auszeichnung erstmals dotiert und vom Wissenschaftsverlag Springer WienNewYork gesponsert.
Die Wahl der Jury war auf das Team der Gesundheitsredaktion der Kronen Zeitung unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Exel gefallen. Für die Preis-Kommission war das „besondere und langjährige Bemühen um eine verstärkte Wahrnehmung und ein besseres Verständnis von Gesundheitsproblemen, die durch Demenzerkrankungen entstehen“, für die Auswahl ausschlaggebend.
Exel ist Vorsorgemediziner, Medizinjournalist, Chefredakteur der Gesundheits-Krone – Kronen Zeitung und Autor mehrerer sehr erfolgreicher Bücher. Geboren 1949 in Wien, ist er seit 1971 beim auflagenstarken Kleinformat tätig. Berufsbegleitend widmete er sich dem Medizinstudium, das er 1983 mit der Promotion an der Universität Wien abschloss. Das Preisgeld von 1.500 Euro spendete Exel an die Selbsthilfegruppe Alzheimer Angehörige Austria, denn: „Wir arbeiten mit Selbsthilfegruppen grundsätzlich immer gut zusammen, kennen deren Probleme – vor allem auch die finanziellen – und haben uns daher entschlossen, ein bisschen zur Verbesserung der Situation beizutragen.“
„Aufklärung und Beratung müssen noch viel stärker in die Öffentlichkeit getragen werden“, umriss die Präsidentin der Selbsthilfegruppe Mag. Antonia Croy ihr Anliegen, „aber auch Möglichkeiten zur Entlastung und finanziellen Unterstützung pflegender Alzheimer-Angehöriger werden noch dringend benötigt.“
Auch Gesundheitsstadträtin Mag. Sonja Wehsely strich die dringende Notwendigkeit heraus, Alzheimer als Krankheit anzuerkennen, zu enttabuisieren und Fragen der Pflege und Betreuung demenziell erkrankter Menschen offen zu diskutieren.

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