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Pflege 1. Februar 2008

Subjektive Vergesslichkeit: ein Prädiktor der senilen Alzheimer Demenz?

Alte Menschen klagen oft über ihre Vergesslichkeit und werden deswegen einem Demenz-Screening mit der Mini-Mental State Examination (MMSE) unterzogen. Während psychometrisch objektivierte Gedächtnisstörungen einer Alzheimer Demenz (AD) immer vorausgehen, ist unklar, ob auch die subjective Wahrnehmung eigener Gedächtnisprobleme auf eine zukünftige AD hinweist. Dies wurde in einer prospektiven Kohorten-Studie untersucht. Dabei wurden nicht-demente 75-jährige Einwohner von Wien-Transdanubien nach 30 Monaten auf das Vorliegen einer AD untersucht. Die Vorhersagekraft des Symptoms "subjektive Vergesslichkeit" wurde hierbei getrennt bei Personen mit hohem MMSE-Wert (28–30) und eher niedrigem MMSE-Wert (23–27) geprüft. Ausschließlich in der Gruppe mit hohen MMSE-Werten fand sich univariat ein signifikanter Zusammenhang zwischen subjektiver Vergesslichkeit und späterer AD. In in der multivariaten Analyse war in beiden Gruppen die Gedächtnistestung der beste Prädiktor für eine AD. Wir schlagen vor, die Gedächtnisleistung bei Personen mit subjektiver Vergesslichkeit, unabhängig vom Ergebnis eines Screening-Verfahrens wie dem MMSE, zu prüfen.

Susanne Jungwirth, Sonja Zehetmayer, Silvia Weissgram, Germain Weber, Karl Heinz Tragl, Peter Fischer, Wiener Medizinische Wochenschrift

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