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Pflege 18. September 2017

To Tattoo or not to tattoo

Tätowierungen im Kontext wissenschaftlicher Betrachtungsweisen

Einleitung

Tätowierungen erleben weltweit eine Renaissance und sind beliebter denn je. Laut Umfragen hatten im Jahre 2006 8,5 Prozent der Allgemeinbevölkerung in Deutschland eine Tätowierung ( 1 , 2 ). 2014 konnte eine Querschnittstudie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum eine Prävalenz von 9,1 Prozent ermitteln ( 3 ). Das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) spricht von 13 Prozent, was laut IfD im Zeitraum von 2003 bis 2014 einen Anstieg von über 40 Prozent bedeutet ( 4 ). In Österreich gaben dem IMAS (Internationales Institut für Markt- und Sozialanalysen) 13 Prozent der Befragten zu Protokoll, zumindest eine Tätowierung am eigenen Körper zu tragen ( 5 ). Das US-amerikanische Marktforschungsunternehmen Harris Interactive berichtet, dass die Prävalenz von Tattoos in den USA von 2008 bis 2012 von sieben auf 21 Prozent gestiegen ist — was einen Anstieg um 200 Prozent bedeutet ( 3 ). In der Altersverteilung liegt die höchste Prävalenz bei den 25- bis 34-Jährigen mit 22,3 Prozent in Deutschland und bei der amerikanischen Bevölkerung bei den 18- bis 50-Jährigen ( 1 , 2 , 3 ). Insgesamt vermutet man, dass in den Industrienationen mittlerweile zehn bis 20 Prozent der Erwachsenen tätowiert sind ( 6 ). Serup et al. sprechen von etwa 100 Millionen tätowierten Bürgern in Europa ( 3 ) — Tendenz steigend, darin sind sich, trotz unterschiedlicher Angaben, alle Autoren einig.

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